zur Navigation springen

Quickborn/Hasloh/Bönningstedt : Der Bedarf an Tagesmüttern steigt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Pinneberger Familienbildungsstätte bietet die Ausbildung zur Tagesmutter ab Januar 2016 an.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Quickborn/Hasloh/Bönningstedt | Immer mehr junge Eltern sind auf die ganztägige Betreuung ihrer Sprösslinge angewiesen – doch längst  nicht alle Mütter und Väter bekommen einen geeigneten Krippen- oder Kindergartenplatz. „Manche wollen ihren Nachwuchs auch bewusst in einer kleinen Gruppe unterbringen und suchen deshalb nach einer Tagespflegeperson“, berichtet Wiebke Lohse-Leowald, die bei der Pinneberger Familienbildungsstätte (FBS) für die Koordination der Tagesmütter und -väter zuständig ist.

Doch die sind rar gesät. Aktuell arbeiten in Quickborn 13, in Hasloh vier und in Bönningstedt acht Personen als tägliche Betreuer für Kleinkinder. Regelmäßig bietet die FBS deshalb die Ausbildung zur „Qualifizierten Kindertagespflegeperson“ an. Start der nächsten Runde ist im Januar 2016. „Es fehlen insbesondere Personen, die eine Vollzeitbetreuung anbieten“, sagt Carsten Möller, Fachbereichsleiter der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft. Wichtigste Voraussetzung sei die Freude an der Kinderbetreuung. Zwar müssten auch die Räumlichkeiten stimmen, diese seien jedoch nicht das Hauptkriterium. „Sowohl Frauen und Männer, deren Kinder noch klein sind als auch solche, deren Kinder bereits aus dem Haus sind, können diese Aufgabe übernehmen“, wirbt Möller um weitere Interessenten.

Ausbildung umfasst 200 Unterrichtsstunden

Bewerber müssen das 21. Lebensjahr vollendet haben, einen Hauptschul- oder vergleichbaren Abschluss haben, sehr gute deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift mitbringen und mit Hausbesuchen durch die Vermittlerinnen der FBS einverstanden sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, kann die Qualifikation starten.

120 Unterrichtsstunden teilen sich in die Themengebiete Pädagogik, Psychologie, Recht, Gesundheit und Didaktik. Hinzu kommen jeweils 40 Stunden Praktikum bei einer anderen Tagesmutter oder einer Krippengruppe sowie der Praxisreflexion. „Die Ausbildung kann innerhalb eines Jahres und muss innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein“, erklärt Möller. Der Unterricht finde in den Abendstunden und am Wochenende statt.

Finanziert wird der Kursus zum größten Teil vom Kreis Pinneberg. Der Eigenanteil beträgt 185 Euro – unter der Voraussetzung, dass die Tagespflegeperson  dem Kreis für zwei Jahre zur Vermittlung zur Verfügung steht. „Auch nach der Ausbildung gibt es regelmäßige Treffen und Fortbildungen“, erläutert Lohse-Leowald. Der Stundenlohn werde  selbst festgesetzt, Tagesmütter arbeiten als selbstständige Unternehmer. Für weitere Auskünfte ist Lohse-Leowald unter Telefon 04101-8450157 zu erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen