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Quickborner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 18:47 Uhr

Quickborn : Der Bauherr beendet die Diskussion

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Gertrudenhof: Ausschuss fasst Entwurfsbeschluss

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2015 | 11:00 Uhr

Ein Alternativvorschlag von Bauherr Joachim Schaffarzyk hat am Donnerstagabend das Ende einer etwa zweistündigen Diskussion im Quickborner Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt eingeleitet. Inhalt: das Gertrudenhof-Areal, Bestandteil des Bebauungsplans Nummer 106, der aufgrund gefällter Bäume und mehrgeschossiger Häuser auf dem Gelände im Herzen der Stadt schon in den vergangenen Monaten bei Anrainern für Verärgerung gesorgt hatte (diese Zeitung berichtete).

Nach Schaffarzyks Wortmeldung stimmten sich Politik und Verwaltung ab, anschließend votierten die Vertreter von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP einstimmig für den Vorschlag des Quickborner Investors, nach dem die Firma plant, das Mehrfamilienhaus mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss an der südöstlichen Ecke des Areals um 90 Grad zu drehen.

Was dies zur Folge hätte, beschrieb Fachbereichsleiterin Friederike Lattmann: „Dann hätte man auf keinen Fall die Situation, dass Menschen in Ihre Gärten gucken können.“ Diese Worte richtete die Verwaltungsfrau insbesondere an Thorsten Studemund und Daniel Vorstheim, die sich unter den etwa 30 Zuhörern in der Mensa der Comenius-Schule befanden. Beide waren in ihrer Funktion als Sprecher der Ende Juni gegründeten Interessengemeinschaft Amselweg gekommen, um ihrem Unmut über die Planungen Nachdruck zu verleihen – was vor allem Studemund während seiner Erläuterungen tat. Zentraler Kritikpunkt: Die künftigen Nachbarn könnten von ihren Südbalkonen aus mehreren Etagen in die nördlich ausgerichteten Gärten der Einfamilienhäuser am Amselweg blicken. Die IG-Mitglieder befürchteten Beeinträchtigungen ihrer Privatsphäre und Wertminderungen ihrer Grundstücke, beanstandete Studemund.

Als sich der Konsens abzeichnete, verstummte der Protest der IGler. Weniger zufrieden mit der Neuerung zeigten sich indes die Bewohner des „QuickBorns“-Wohnprojekts, ebenfalls Nachbarn des Gertrudenhof-Areals. „Dann gucken wir auf die Längsseite. Das ist traurig“, sagte Vorstandsmitglied Ingeborg Alsleben, ehe die Gruppe geschlossen den Raum verließ. Am Votum des Ausschusses änderte dies nichts. Mit dem Entwurfsbeschluss befasst sich die Ratsversammlung laut Lattmann am 21. September, danach werden die Pläne im Rathaus ausgelegt. Dann bleiben vier Wochen für schriftliche Stellungnahmen.

 

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