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Quickborn : Der Abriss der Schoko-Fabrik beginnt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Arbeiten auf dem Gelände zwischen AKN-Trasse, Feldbehnstraße und Justus-von-Liebig-Ring. Investor plant 200 Wohneinheiten.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Der Bagger ist da – es darf aufgehübscht werden: Seit dieser Woche befasst sich die Hamburger Abbruchfirma Wiwa Wilko Wagner GmbH auf dem Gelände der ehemaligen Quickborner Schokoladenfabrik mit Aufräum- und Abrissarbeiten.

Während sein Bebauungsplan (B-Plan) für das Areal noch geprüft werden muss, ist der Besitzer, der Hamburger Investor Lorenz Gruppe GmbH, auf dem Grundstück gegenüber schon einen Schritt weiter: Laut Geschäftsführer Frank Lorenz werden am derzeitigen Standort der Johanniter-Containerschule zwölf Reihenhäuser entstehen.

„Das Gelände wird zum 1. August frei. Der Bauvorbescheid liegt vor, auf dessen Grundlage stellen wir nun den Antrag“, kündigte Lorenz auf Nachfrage an. Die Privatschule wird den Standort nach diesem Schuljahr verlassen.

Auf dem „Schoko-Gelände“ verfolgt die Lorenz-Gruppe derzeit vorrangig das Ziel, es für die weitere Vermarktung attraktiver zu gestalten. „Irgendwann mussten wir mit dem Abriss beginnen. Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt“, erklärte Lorenz. Was die Realisierung von Bauvorhaben betrifft, weiß der Geschäftsführer, das noch Geduld vonnöten ist: „Die Prüfung des B-Plans wird Zeit in Anspruch nehmen, der Abriss aber auch.“ In nächsten Frühjahr könne Klarheit herrschen. Ende 2014 hatte der Hamburger Investor sein Konzept bei der Stadt eingereicht. Der Entwurf sieht eine Mischbebauung vor, die Lorenz so beschreibt: „Ein Drittel Wohnen, zwei Drittel Gewerbe.“ Auf einem Teil des Geländes will der Besitzer selbst als Bauherr auftreten. 100 Eigentumswohnungen und 100 Einheiten für betreutes Wohnen sollen demnach entstehen, wie Lorenz konkretisierte. Diese würden von der Firma selbst entwickelt und vermarktet. Für andere Bereiche des Areals existieren bereits Anfragen aus dem gewerblichen Sektor. „Es gibt zwei, drei Interessenten“, bestätigte Lorenz, ohne Details nennen zu wollen.

Bevor das Konzept des Eigentümers aufgehen kann, nimmt sich unter anderem der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt seiner an. Weit auseinander liegen dürften Investor und Stadtpolitik mit ihren Vorstellungen für das Areal zwischen AKN-Trasse, Feldbehnstraße und Justus-von-Liebig-Ring nach wie vor nicht. Denn: „Das Szenario Wohnen und Gewerbe prüfen wir auch von Seiten der Politik“, erklärte Friederike Lattmann, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, auf Nachfrage.

Gutachten zum Lärm liegt vor

Untersuchungen hinsichtlich des Immissionsschutzes seien unternommen worden. „Das Ergebnis zum Verkehrs- und Gewerbelärm liegt vor“, berichtete Lattmann. Und was besagt es? „Es muss noch ausgewertet werden – und vorgreifen werde ich dem Ausschuss nicht“, so Lattmann, die die Beratung der Planungen im Ausschuss „voraussichtlich im April“ erwartet. Bis dahin heißt es auf dem Gelände der ehemaligen Schoko-Fabrik: fertigmachen zum Vermarkten.

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