Bönningstedt : Das Tischtuch ist zerschnitten

Ausschussvorsitzende Anke Rohwer-Landberg (SPD) freut sich über die Chance, den Ort   preisgünstig zu verschönern.
Ausschussvorsitzende Anke Rohwer-Landberg

Anke Rohwer-Landberg und Willi Werner verlassen die SPD-Fraktion und gründen „Bürger für Bönningstedt“

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01. November 2013, 16:00 Uhr

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr der ältesten Partei Deutschlands, der SPD, kracht es in der Gemeinde Bönningstedt: Seit heute gibt es keine SPD-Fraktion mehr. Anke Rohwer-Landberg und Willi Werner  haben ihren Austritt erklärt – und machen damit den Genossen Karl-Heinz Franze zum fraktionslosen Gemeindevertreter. „Es gibt Diskrepanzen zwischen dem Vorsitz des Ortsvereins und anderen Mitgliedern“, bestätigte Werner bereits vor zwei Wochen.

Zu diesem Zeitpunkt wollte er jedoch noch klärende Gespräche führen, um das Ruder herumzureißen. Gelungen ist ihm das offenbar nicht. „Es hat ein Gespräch stattgefunden, doch eine Annäherung war nicht zu erkennen“, sagt Rohwer-Landberg.

Das hat zur Folge, dass die Austrittserklärungen, deren Eingang Bürgermeister Peter Liske (BWG) vergangene Woche bestätigte, seit heute wirksam sind. „Die bis dahin gestellten Anträge der SPD-Fraktion haben weiter Gültigkeit, die gewählten Mitglieder behalten ihren Sitz“, erklärt Liske. Auch die von der SPD aufgestellten bürgerlichen Mitglieder in den Ausschüssen bleiben Mandatsträger. Eine Stellungnahme mochte Liske nicht abgeben: „Das ist eine innere Angelegenheit der SPD, dazu äußere ich mich nicht.“

Rohwer-Landberg und Werner werden künftig dennoch einer Fraktion angehören: „Bürger für Bönningstedt“ heißt der Zusammenschluss, dem sich möglicherweise weitere Mitglieder der ehemaligen SPD-Fraktion anschließen könnten: „Wir werden alle zu den Fraktionssitzungen einladen – ob sie teilnehmen, können sie selbst entscheiden“, so Rohwer-Landberg. Der Austritt sei ein Schritt, der ihr nicht leicht gefallen sei, doch ihre Arbeit für die Gemeinde wolle sie fortsetzen. „Ich bin als Mandatsträgerin für die Gemeinde angetreten, dem fühle ich mich verpflichtet“, sagte die Gemeindevertreterin.

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