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Quickborn : Das Stadtmarketing hat ehrgeizige Ziele

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Arbeitsgruppen stellen im Hauptausschuss Ergebnisse vor.

Quickborn | Drei Arbeitsgruppen, 54 engagierte Bürger und viele ehrgeizige Ziele, um Quickborn lebens- und liebenswerter zu gestalten: Am Donnerstagabend stellten die Vertreter der Gruppen im Hauptausschuss ihre Ergebnisse mit einer Powerpoint-Präsentation vor. Es war die erste öffentliche Vorstellung. „Ich bin überrascht über die Qualität“, sagte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) zu Beginn der Sitzung – er kannte die Inhalte bereits.

Im Fokus der Arbeitsgemeinschaft „Kommunikation“ steht die Nutzung der still gelegten Schokoladenfabrik – ein zentrales Filetstück mit einer Größe von 30.000 Quadratmetern und vier Hallen. Johannes Schneider – in Vertretung für Marianne Gehrke vom Offenen Atelier – konkretisierte: „Die Schokoladenfabrik könnte für drei bis vier Messen im Jahr und spektakuläre Ausstellungen wie die NordArt genutzt werden“, sagte der ehemalige Manager, der noch internationale Unternehmen berät.

Schneider holte weiter aus: Großveranstaltungen, Musik, bildende Kunst und Theater – all das könnte in der Schokofabrik stattfinden. Auch als anspruchsvolles Hotel, Atelier und Werkstätten könnten die Industriegebäude dienen. Ein Sitz für Vereine und Verbände wäre dort ebenfalls möglich. Und auch ein jährliches Schokoladenfest könnte sich die Arbeitsgruppe gut vorstellen. Wie soll das alles finanziert werden? Mit Geldern von EU, Bund und dem Land, so die AG. Der Erhalt und Ausbau der Schokofabrik könnte über eine Stiftung erfolgen.

Die Arbeitsgruppe „Leben“ war ebenfalls fleißig: Während des Familientags wurde ein Faltblatt verteilt: „Quickborn von A bis Z.“ Frank-Peter Könen, Leiter der Big Band „Greenhorns“ der städtischen Musikschule, stellte Ideen vor, die die AG während einer Befragung der Quickborner Bürger am Familientag gesammelt hatte. Darunter fallen eine Verschönerung der Grünanlagen, ein Nachtmarkt und ein Musiktag sowie die Belebung des „Gertrudenhofs“ als Ort kultureller Veranstaltungen. Zudem forderte Könen eine zeitliche Abstimmung von Veranstaltungen.

Der Musiker nannte auch eine Reihe von Vorschlägen, um den Wochenmarkt zu beleben: Dazu gehören längere Marktzeiten, ein Café-Ambiente mit Sitzmöglichkeiten oder ein Weinstand sowie Musik am Sonnabendvormittag. Eine Verlegung des Wochenmarkts auf den Forumsplatz hält er aus organisatorischen Gründen nicht für möglich.

„Alle Arbeitsgruppen haben Punkte, die sich überschneiden“, stellte Matthias Fischer-Willwater, Inhaber eines Weinladens, fest. Er referierte für die Arbeitsgruppe „Wirtschaft“, die – wie die anderen Arbeitsgruppen – bei der Analyse des Ist-Zustands zu dem Ergebnis kam: „Attraktive Läden wie H & M oder Deichmann fehlen in Quickborn.“ Diese Firmen sollte man anlocken. Er wies – wie die Mitstreiter zuvor – auf die vielen Leerstände in der Innenstadt hin. Auch die Kieler Straße hinterlasse einen schlechten Eindruck. Ziel: Die Aktivierung der Kaufmannschaft, Gründung eines Gewerbevereins, einheitliche Öffnungszeiten, die Veranstaltung von verkaufsoffenen Sonntagen sowie die Einbeziehung der Innenstadt in das Eulenfest.

Um die Einzelhändler zu stärken, setzt Wolfgang Kluge, der in derselben Gruppe mitarbeitet, auf das Internet. Hat der örtliche Einzelhandel Chancen in Zeiten, wo viele Kunden größtenteils online einkaufen? Kluge sagt: „Ja“. Er rät Kaufleuten, die Plattform und Suchmaschine Locafox zu nutzen. „Interessierte können herausfinden, ob gewünschte Produkte bei ihrem Händler in der Nähe verfügbar sind“, erläuterte Kluge. Einzelhändler könnten sich so gegenüber Onlinehändlern positionieren.

Wie geht es jetzt weiter mit dem Stadtmarketing? Jochen Lattmann von der Stadtverwaltung erklärte, dass bis Ende des Jahres über die Gründung eines Vereins beraten werde.
 

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erstellt am 27.Sep.2014 | 10:00 Uhr

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