EHRUNG : Das sind Quickborns selbstlose Helfer

Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU, hinten, von links) und Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) würdigten die Arbeit von Detlef Mertelsmann (73), Wiebke Wienbeck-Kramer (72), Ludger Ecke (51) sowie René Henkel (vorn, links, 22)  und Emin Abay (21).
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Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU, hinten, von links) und Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) würdigten die Arbeit von Detlef Mertelsmann (73), Wiebke Wienbeck-Kramer (72), Ludger Ecke (51) sowie René Henkel (vorn, links, 22) und Emin Abay (21).

Die Stadt ehrt fünf Bürger für ihr beachtliches Engagement im Anneliese-Kruse-Haus. Sie lud Vereine und Verbände zur Feier.

shz.de von
08. Februar 2014, 16:00 Uhr

Quickborn | Der Orkan „Xaver“ war daran schuld, dass der Tag des Ehrenamtes voriges Jahr in Quickborn ausfallen musste. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Nun ehrten Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU) und Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) fünf selbstlose Helfer im DRK-Zentrum – unter den Augen zahlreicher Mitglieder der örtlichen Vereine und Verbände sowie der Vertreter der Parteien.

„Ohne sie wäre das Leben in Quickborn ärmer“, sagte Henning Meyn und erinnerte auch an diejenigen Ehrenamtler in Quickborn, etwa 7000 an der Zahl, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten.

Zu den Geehrten gehören auch zwei Jugendliche: René Henkel (22) und Emin Abay (21). Sie arbeiten seit 2008 ehrenamtlich im „Haus der Jugend“. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Begleitung der Projektgruppen „Musical“ und „Film“ sowie die Unterstützung bei den Disco-Abenden, dem Musik-Café und „Jugend International“. Darüber hinaus gehören beide der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn an.

Gefragt nach ihrer Motivation, sagen beide: „Wir haben Spaß an der Sache, wollen aber auch die Jugendlichen auf den rechten Weg bringen.“

Um den Nachwuchs kümmert sich auch Ludger Ecke. Der Maschinenbauingenieur gründete 2000 in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien den Pfadfinderstamm Digna Ochoa, benannt nach der mexikanischen Menschenrechtlerin, die ermordet wurde. Mit seinen mehr als 80 Mitgliedern gehört er zu den größten in Schleswig-Holstein. Die Quickborner Pfadfinder feierten jetzt zehnjähriges Bestehen. Es war auch die Idee des gläubigen Christen, dass das Friedenslicht aus Bethlehem jedes Jahr in die Kirche St. Marien und das Rathaus getragen wird.

„Mein Motto ist das von Robert Stephenson Smith Baden Powell, dem Begründer der Pfadfinder: Ich will diese Welt ein wenig besser verlassen, als ich sie vorgefunden habe“, sagt Ludger Ecke.

Dass klassische Musik das Leben in dieser Welt schöner macht, ist unbestritten: Wiebeke Wienbek-Kramer wirkt sei 1988 bei den „Freunden der Kammermusik“ mit. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende. „Die Korrespondenz mit den Künstlern, dem Kreis und Quickborn sowie die Künstlerbetreuung und die unvorhergesehenen kleinen Problemchen bewältigt sie meisterhaft“, heißt es in der Laudatio. Sie sorgte dafür, dass für einen besseren Hörgenuss Akustikwände angeschafft wurden und rief mit dem damaligen Vorsitzenden Stefan Schäfer das Projekt „Ein neuer Flügel für Quickborn“ ins Leben. Last but not least gehört auch Detlef Mertelsmann zu den Geehrten. „Ich wusste davon nichts“, sagte er. Mertelsmann ist bekannt wie ein bunter Hund. Sei 1976 ist er Mitglied beim TuS Holstein. Dort ist er Mitorganisator und Helfer des 25-Kilometer-Stadtlaufs, des „Run & Bike“, der Abnahme und Verleihung von Sportabzeichen, der „TuS Wanderung für Jedermann“ und noch vieles mehr. Auch als Schiedsmann steht der Polizist im Ruhestand Bürgern seit zwölf Jahren mit Rat und Tat zur Seite. „Ich habe ein Leben lang Sport gemacht. Jetzt gebe ich dem Sport etwas zurück.“

Aufsehenerregend war an diesem Abend aber noch etwas anderes: Ein Lichtbildervortrag von Hans Meier. Das Mitglied der Geschichtswerkstatt zeigte Fotos vom alten Quickborn und erinnerte an Dreharbeiten zu einem „Tatort“ im Himmelmoor.

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