Tangstedt : Das Sammeltaxi bleibt - vorerst

Nach der Tat flüchten die beiden Räuber.
Nach der Tat flüchten die beiden Räuber.

Günstige Alternative zur Buslinie 395: Die Gemeinde verlängert die Sammeltaxi-Testphase bis Ende Januar.

shz.de von
22. November 2013, 16:00 Uhr

Das wird diejenigen Tangstedter freuen, die ohne eigenes Fahrzeug mobil sein wollen: Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Soziales der Gemeinde beschloss einstimmig, die Sammeltaxi-Testphase bis Ende Januar zu verlängern. Der Service: Jeden Freitag fährt ab 10.30 Uhr ein Taxi vom Rellinger Rathaus nach Tangstedt. Denn im Fahrplan der Linie 395 klafft eine Lücke, zwischen 8.57 Uhr und 11.57 Uhr gibt es keine Möglichkeit, per Bus von Rellingen nach Tangstedt zu fahren. Vor einiger Zeit war deshalb ein Arbeitskreis gegründet worden, der nach Möglichkeiten suchen sollte, Abhilfe zu schaffen.

Im Herbst startete die Testphase mit der Einrichtung eines Sammeltaxis. „Zunächst hatten wir dies auch dienstags angeboten, doch nachdem es am Dienstag keinen Markt in Rellingen mehr gibt, wurde das Angebot überhaupt nicht genutzt“, berichtet Volker Höhn (FDP). Anders sehe es am Freitag aus: Nach anfänglichem Zögern werde das Angebot inzwischen genutzt, so Höhn.

Während ein zusätzlicher Bus die Gemeinde 17 000 Euro im Jahr gekostet hätte, sind für die Taxi-Lösung 42 Euro pro Fahrt fällig – und damit maximal 2184 Euro im Jahr. „Die Passagiere bezahlen zwei Euro Eigenanteil pro Person“, erklärt Höhn. Noch werde die Möglichkeit, das Taxi bei der Rückfahrt nach Rellingen zu nutzen, nicht in Anspruch genommen, so Höhn weiter. Er könne sich jedoch vorstellen, dass auch dieses Angebot angenommen werde.

Als Nächstes befasst sich der Arbeitskreis mit der besseren Anbindung an die AKN: Derzeit gelangen beispielsweise Tangstedter Schüler, die nach Quickborn zur Schule gehen, nur über einen Umweg dorthin: Erst nach Rellingen (Linie 395), von dort nach Bönningstedt (Linie 295) und weiter mit der AKN nach Quickborn. Das Problem dabei: „Die Abfahrts- beziehungsweise Ankunftszeiten sind nicht aufeinander abgestimmt, die Wartezeit in Rellingen beträgt bis zu 45 Minuten“, erklärte Höhn.

Ziel sei jetzt, eine entsprechende Anpassung der Fahrpläne zu erreichen. „Erschwerend kommt hinzu, dass die Unterrichtszeiten der Schulen in Quickborn nicht einheitlich sind“, so Höhn weiter. Betroffen sind derzeit etwa zehn Kinder, die täglich fast eine Stunde Hinweg und einen genauso langen Rückweg in Kauf nehmen müssen.

„Es sind auch Schüler aus Rellingen, die nach Quickborn fahren, an uns und die Quickborner Stadtverwaltung herangetreten“, berichtete Bürgermeister Detlef Goos (FDP). Ihr Anliegen: die Einrichtung einer Schulbusverbindung von Rellingen über Tangstedt in die Eulenstadt. Den Erhalt der Anfrage bestätigte Quickborns Fachbereichsleiter Burkhard Arndt. „Die Antwort wird noch ein wenig dauern“, kündigte er an.

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