Bildungspolitik : Das Quickborner Elsensee-Gymnasium bietet weiter G8 und G9 an

Nicht überrascht von der Entscheidung der Schulkonferenz, aber zufrieden: Michael Bülck (rechts) und Arno Meyer.
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Nicht überrascht von der Entscheidung der Schulkonferenz, aber zufrieden: Michael Bülck (rechts) und Arno Meyer.

In der Schulkonferenz gab es eine deutliche Mehrheit für das bereits bestehende Y-Modell.

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25. Januar 2018, 12:30 Uhr

Quickborn | Nach einer Abstimmung in der Schulkonferenz steht jetzt fest: Das Elsensee-Gymnasium (ESG) möchte Y-Modell-Schule bleiben. Mehr als 75 Prozent aller Mitglieder des Gremiums votierten dafür, auch zukünftig die Schüler sowohl in acht (G 8) als auch in neun Jahren (G 9)zum Abitur zu führen. Die Abstimmung war nötig geworden, nachdem sich die Landesregierung für eine Rückkehr zu G9 ausgesprochen hatte, die endgültige Entscheidung aber den Schulen überlassen hat. Zur Umsetzung des Beschlusses bedarf es nun noch der Genehmigung des Bildungsministeriums nach Rücksprache mit dem Schulträger. „Ich gehe aber fest davon aus, dass der Wunsch der Schule Unterstützung findet, zumal das Festhalten am Y-Modell der Stadt die Möglichkeit bietet, weiter sämtliche Bildungswege anzubieten“, sagte Schulleiter Michael Bülck.

Zusammen mit Arno Meyer, Leiter der Sekundarstufe eins am ESG, hat er die Entscheidung gestern im Gespräch mit unserer Zeitung begrüßt. „Wir sind mit diesem Modell in den vergangenen Jahren sehr gut gefahren und freuen uns, dass wir die Chance erhalten, weiter beides anzubieten“, so Bülck.

Bereits vor 16 Jahren wurde G8 im Rahmen eines Modellversuchs am ESG eingeführt. Seitdem gibt es beide Angebote, das sogenannte Y-Modell. Inzwischen hat sich die Präferenz der Eltern verschoben, G9 liegt im Trend. „Wir beobachten diese Tendenz schon seit einigen Jahren, aber das war nicht immer so. Es gab auch Jahre, in denen es anders war“, so Bülck. Nach wie vor hält er G8 nicht nur für machbar, sondern als Angebot auch für sinnvoll. „Dieser Weg ist besonders für Schüler geeignet, die schneller lernen.“ 

Grund: Der Lernstoff bleibt gleich, aber ein Schuljahr muss kompensiert werden. „Deshalb haben die Schüler in der Orientierungs- und Mittelstufe einige Unterrichtsstunden mehr“, sagte Meyer. Während in dieser Frage nach der Entscheidung der Schulkonferenz alles beim Alten bleibt, gibt es im Hinblick auf das Unterrichtsangebot eine Veränderung. „Wir werden ab dem kommenden Schuljahr auch bilingualen Unterricht anbieten“, sagte Bülck. Zukünftig können sich die Schüler schon bei der Anmeldung entscheiden, ob sie ab Klasse sieben in Geographie auf Englisch unterrichtet werden wollen. In diesem Fall nämlich erhalten sie bereits ab dem zweiten Halbjahr in Klasse fünf eine Stunde Englischunterricht zusätzlich, in der es vor allem um Konversation gehen soll. „Die Erfahrung zeigt, dass die Bili-Kinder am Ende der Schulzeit besonders gute Leistungen in Englisch erbringen“, so Meyer.

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