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Schüler schaffen Kunstwerk : Das Projekt „Hundertwasser-Bude“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Stadtjugendpflege, Schülervertretung und Kunstprofil des Elsensee-Gymnasiums gestalten fantasievolle Verkaufshütte.

Quickborn | Es gibt dem Elsensee-Gymnasium (ESG) in Quickborn ein neues Gesicht. Am Eingang des Schulhofs ist seit gestern ein Kunstwerk aus Schülerhand zu sehen: Ein leuchtend gelbes Dach wölbt sich über einer ausgedienten Verkaufsbude vom Erdbeerhof Kühl in Quickborn-Renzel. Auf den weiß getünchten Holzwänden winden sich breite Farbbänder in Rot, Dunkel- und Hellblau und führen hinab zum Schulhof, auf dem sie sich auffächern und wie geschwungene Bachläufe fortsetzen. Mit den Farben sowie einzelnen aufgemalten Klinkersteinen knüpft die neue Verkaufsbude der Schülerschaft an die Optik des Hauptgebäudes an. Die geschwungenen blauen Linien sollen zudem daran erinnern, dass das Gymnasium nach einem Gewässer benannt wurde, dem Elsensee.

„Das ist ein Eyecatcher, wie eine Fantasiebrosche“, sagte gestern die Kunstlehrerin Laila Unger. Das Kunstwerk entstand aus einer Zusammenarbeit der Stadtjugendpflege, der Schülervertretung (SV), des Kunstprofils des elften Jahrgangs und eines Kurses „Darstellendes Spiel“. Die Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse berichtete, dass die ehemalige Vorsitzende des Kunstvereins Quickborn, Marianne Gehrke, und sie 2016 die Idee eines Kunstprojekts unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt hatten. Hesse kaufte dem Erdbeerhof drei Verkaufsbuden zu je 750 Euro ab. Gehrke starb jedoch vor der Verwirklichung des Plans.

Hesse wandte sich an die SV, die beschloss, die Hütte am Eingang des Schulhofs als Verkaufsbude zu nutzen. In den Pausen und bei Festen sollen dort Schülerzeitungen verkauft und Projekte vorgestellt werden. An einer Bude hinter dem Gymnasium sollen Pausenspiele verliehen werden. Die dritte Hütte steht an der Bildungs- und Förderstätte Himmelmoor.

Seit Anfang 2017 arbeiteten 16 Schüler des Kunstprofils nach dem Vorbild des Künstlers Hundertwasser an der Gestaltung. Sie zeichneten Entwürfe und bastelten sechs Modelle. Eine Jury mit Vertretern der SV, einem Lehrer und der Stadtjugendpflegerin kürte die Idee von Annabell Bombeck und June Körner zum Sieger. Die Schülerin Saskia Wendtland entwickelte die Idee, den Linienverlauf auf dem Schulhof im darstellenden Spiel zu erarbeiten. Schüler sollten sich spontan in Polonaisen Wege über den Schulhof suchen und sich an der Bude anstellen. Die Elftklässler zeichneten die Umrisse der Menschenschlangen nach und malten sie mit Acrylfarben aus. Bootslack sorgt für die Haltbarkeit. Sobald der Schulhof im Jahr 2019 umgestaltet wird, sollen die farblichen Elemente dauerhaft im Bodenbelag abgebildet werden.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 10:00 Uhr

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