Das „Kellerkind“ zieht um

Sie hatten während der Baumaßnahmen alles im Griff: Projektleiterin der Stadt Aysegül Yurtsever (von links), Architekt Christian Schilling, Erster Stadtrat Klaus-Hermann Hensel (CDU) und Fachbereichsleiter Helge Maurer.
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Sie hatten während der Baumaßnahmen alles im Griff: Projektleiterin der Stadt Aysegül Yurtsever (von links), Architekt Christian Schilling, Erster Stadtrat Klaus-Hermann Hensel (CDU) und Fachbereichsleiter Helge Maurer.

Die Quickborner Spiel-i-othek ist ab Montag in den renovierten Räumen der Comenius Schule / Betrieb startet am 20. August

shz.de von
27. Juli 2018, 16:00 Uhr

Noch sind die Böden in den Räumen der Comenius Schule in Quickborn abgedeckt. Die letzten Handgriffe stehen in den nächsten Tagen noch an, doch dann ist es endlich soweit und die Spiel-i-othek der Eulenstadt kann in das sanierte Haus 2 der Comenius Schule einziehen. Das Team verlässt mitsamt der 2000 Spiele die Kellerräume in der Goetheschule.

Wie berichtet, starteten im Sommer 2017 die Baumaßnahmen im Haus 2. Diese umfassen sowohl gestalterische als auch technische Veränderungen. Räume wurden zusammengelegt, eine Küche und neue Sanitärräume eingebaut. Auch eine neue Dämmung zur Reduzierung des Wärmeverlusts wurde integriert, Elektroleitungen und Heizungen verlegt. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro.

Projektleiterin der Stadt Aysegül Yurtsever, Architekt Christian Schilling, Erster Stadtrat Klaus-Hermann Hensel (CDU) und Fachbereichsleiter Helge Maurer schauten kurz vor dem großen Umzug am Montag noch einmal in die Räume der Schule. Laut Schilling stehen für den Umzug der Spiel-i-othek 60 Kartons bereit. „Nicht einberechnet ist dabei das Büro. Da kommen noch ein paar dazu“, erklärte er.

Für die neue Ausleihe der Spiel-i-othek wurden zwei 50 Quadratmeter große Räume miteinander verbunden. Die ehemaligen Unterrichtszimmer wurden aufgrund ihrer Größe umfunktioniert. „Für den heutigen Unterricht sind sie zu klein. Mindestens 60 Quadratmeter werden heute verlangt“, erläuterte Fachbereichsleiter Maurer. Das besondere an den Räumen ist laut Schilling, dass alle ein kleines bisschen anders sind. „In dem einen gibt es an der einen Seite ein paar mehr Zentimeter und in dem anderen ein paar weniger“, erklärte er. Doch das beinträchtige in keiner Weise die Nutzung der Räumlichkeiten.

Direkt hinter der Ausleihe wird das allseits beliebte Bällebad entstehen. „Unser Bällebad ist das Älteste im Land. Die Quickborner Spiel-i-othek hat es erfunden“, berichtete Erster Stadtrat Hensel. Es wird laut Schilling von fleißigen ehrenamtlichen Helfern aufgebaut. Auch ausreichend Platz für die Carrera- und die elektrische Eisenbahn ist vorhanden. Sie kommen in den ersten Stock. „Wir haben dieses Zimmer sehr reduziert in den Farben gehalten. Mit der Bahn kommt hier schon genügend Leben rein“, erläuterte Schilling.

Die Sanierungsarbeiten waren jedoch nicht nur für die Spiel-i-othek von Vorteil. Auch die Comenius Schule profitiert. Für die Schüler wurde zum einen ein Ausweichraum direkt über dem Spieleverleih eingerichtet, sowie ein Theaterraum mit kleiner Bühne. „Das ersetzt in keiner Weise den Artur-Grenz-Saal, aber er eignet sich sehr gut zum Üben in den AGs“, erläuterte Maurer.

„Insgesamt haben die Arbeiten doch etwas länger gedauert. Aber jetzt haben wir schöne Räume, die sehr viel heller sind als vorher“, fasste es Projektleiterin Yurtsever zusammen. Das liegt neben den großzügigen Fenstern im Haus 2 auch an der erneuerten Beleuchtung. Diese Teilmaßnahme wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Stadt konnte dafür Fördermittel in Höhe von 12 864 Euro einwerben. Das entspricht 40 Prozent der Aufwendungen. Zwar zieht die Spiel-i-othek bereits am Montag in die neuen Räume, der Betrieb startet jedoch erst zum Schulanfang, also am Montag, 20. August.

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