Beteiligungsaktion für Spielplätze : Das Hamsterrad soll in Quickborn bleiben

Mit dem Maßband unterwegs: Birgit Hesse (von links) Ersel Cetin und Kathrin Trappberger von der Stadtjugendpflege trafen sich mit Kindern auf dem Spielplatz Zeppelinstraße, um unter anderem das Hamsterrad zu begutachten.
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Mit dem Maßband unterwegs: Birgit Hesse (von links) Ersel Cetin und Kathrin Trappberger von der Stadtjugendpflege trafen sich mit Kindern auf dem Spielplatz Zeppelinstraße, um unter anderem das Hamsterrad zu begutachten.

Die Stadt würde das Lieblingsgerät der Kinder auf der Fläche an der Zeppelinstraße gern entsorgen.

shz.de von
02. März 2018, 12:45 Uhr

Quickborn | Beim ersten von insgesamt zwei Treffen zur Gestaltung von Quickborner Spielflächen waren gestern die Kinder rund um den Platz in der Zeppelinstraße gefragt. Trotz geringer Resonanz haben sich die Kinder, die das Gesprächsangebot annahmen, klar positioniert und möchten ausgerechnet das Spielgerät behalten, das die Stadt wegen seiner Anfälligkeit für Reparaturen gern ersatzlos streichen möchte: das Hamsterrad.

Dieses Gerät ist eine Besonderheit, nur selten auf einem öffentlichen Spielplatz zu finden und der klare Favorit von Angelina und Mia (beide 12), Anton und Emil (beide 11). „Das gibt es nirgendwo anders“, sagte Mia und bestätigte, was Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse angesichts der euphorischen Reaktion wohl längst vermutete:

Platz ist beliebter Treffpunkt für Kinder

Es ist ein beliebter Treffpunkt. Seitdem die Politik die Fortschreibung des Spielflächenbedarfsplans der Stadt genehmigt hat, steht fest, dass auch in diesem Jahr in die Spielplätze investiert wird. Im Mittelpunkt steht eben jener Platz an der Zeppelinstraße, gerade mal 800 Quadratmeter groß, ausgestattet außerdem mit Kletterturm samt Rutsche, Sitzgelegenheiten, zwei Toren aus Holz, die auch als Klettergerüst genutzt werden können, Schaukel, Reckstangen, ein Klettergerüst in Form einer Maus, Trampolin und Kleinkinderkarussell. Außer dem Hamsterrad soll auch der Hügel, auf dem noch ein Holzturm mit Rutsche steht, nicht angetastet werden. Da sind sich die jungen Experten einig. „Ich würde es toll finden, wenn die Rutsche etwas länger wäre, damit auch die älteren Kinder Spaß haben“, sagte Angelina. Mia, die den Platz nach dem entsprechenden Klettergerüst nur „Mickey-Maus-Spielplatz“ nennt, wünscht sich dazu eine kleine Seilbahn und eine Nestschaukel, die groß genug für mehrere Kinder ist. Für die Seilbahn allerdings ist die Fläche zu klein, aber das mit der längeren Rutsche könnte etwas werden. Und: „Das Hamsterrad ist populär, das habe ich verstanden. Nun müssen wir schauen, ob es das überhaupt noch gibt“, sagte Hesse.

400 Flyer verteilt

In den vergangenen Tagen haben zwei ihrer Mitarbeiter in der Umgebung des Spielplatzes 400 Flyer verteilt und die Bürger um Beteiligung gebeten. Ziel war es, die Wünsche und Ideen für die Gestaltung der Fläche zusammenzutragen und daraus ein Konzept zu entwickeln. „Die Herausforderung besteht hier darin, dass die Fläche relativ klein ist und trotzdem altersübergreifend gestaltet werden muss“, hatte Hesse bereits vor zwei Wochen in einem Gespräch mit unserer Zeitung gesagt. 25 000 Euro stehen dafür zur Verfügung.

Wann die Arbeiten beginnen können, steht noch nicht fest. Geht es nach Hesse, soll die Maßnahme schnell umgesetzt werden. „Wir haben allerdings lange Lieferfristen für die Geräte und müssen gucken, wie wir hier agieren können, wenn nebenan die Bauarbeiten für die Kita beginnen“, sagte sie. Die nächste Beteiligungsaktion findet am Donnerstag, 22. März, um 15.30 Uhr statt. Dann geht es um den Zauchenplatz an der Ecke Marktstraße und Klingenberg.

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