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Zeit für Antrag verrinnt : Das Freibad in Quickborn muss sparen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen diskutiert Möglichkeiten zur Kostensenkung.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Das Thema nahm breiten Raum ein, in der Sache ging es allerdings einvernehmlich zu: In seiner Sitzung am Dienstagabend einigte sich der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen auf einen Beschlussvorschlag zur Kostensenkung und verbesserten Nutzung des Quickborner Freibads.

Erst einmal dürfen alle Wasserfreunde aufatmen: Laut Empfehlung des Ausschusses soll sich in der Saison 2015 an den Betriebszeiten vorerst nichts ändern. Dies war ebenso wie das Schließen von Becken in der Ratsversammlung im Dezember vergangenen Jahres diskutiert worden, um die Kosten für die zuschussbedürftige Einrichtung zu senken. Beschlossen hatte der Rat damals, den Zuschuss für das Freibad ab dem Jahr 2016 zu reduzieren. Er soll dann die 300.000 Euro-Grenze nicht mehr überschreiten.

Insgesamt 15 Aspekte umfasste die Verwaltungsvorlage, die Birgit Raphael, Leiterin des Fachbereichs Liegenschaften, im Ausschuss vorstellte – und deckte sich laut Vorsitzendem Alfred Haack in weiten Teilen mit dem Antrag von Bündnis90/Die Grünen, der ebenfalls auf die Reduzierung des Zuschussbedarfs abzielt.

Außer diversen technischen Maßnahmen, die für en Badebetrieb erforderlich seien, führte Raphael den Austausch von Pumpen, die Nachtabdeckung des Kombibeckens sowie die Installation eines Kassenautomatens als Möglichkeiten ins Feld, die Betriebskosten zu reduzieren. Andere Veränderungen zielen dagegen auf eine höhere Auslastung des Freibads ab: Angebote für Frühschwimmer, Grundschulen, Kindertageseinrichtungen und Vereine und nicht zuletzt zielgruppenorientierte Veranstaltungen. „Wir brauchen im Freibad mehr Events, dann kriegen wir auch mehr Leute“, befand Raphael. Auch die Variante, die Betriebszeiten zu verlängern und Schwimmen ganzjährig zu ermöglichen, wurde angedacht. Notwendig sei dafür eine Traglufthalle über dem Kombibecken, erklärte Raphael. Die Investitionssumme hierfür taxierte sie auf etwa 700.000 Euro.

Stichwort Kosten: Die erforderlichen Maßnahmen zum Betrieb des Freibads, wie zum Beispiel die Erneuerung der Steuermodule für die Wasseraufbereitung, sind laut Vorlage aus den kalkulierten Haushaltsmitteln finanzierbar. Für einen großen Teil der angedachten Investitionen sind demnach Mittel gemäß der Richtlinie über die Förderung von kommunalen Schwimmsportstätten zu beantragen. Aber es ist Eile geboten. Der Antrag sei bis zum 15. Juni zu stellen, verdeutlichte Raphael die Notwendigkeit, im April über tatsächlich auszuführende Maßnahmen zu entscheiden.

Für die Anpassung der Eintrittspreise hat der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen der Ratsversammlung diese Empfehlung gegeben: Einzelkarten: 1,30 Euro (Kinder =K), 1,70 Euro (Studenten =S), 3,80 Euro (Erwachsene = E). Zehnerkarten: 11,50 Euro (K), 15 Euro (S), 28 Euro (E). Saisonkarten: 32 Euro (K), 48 Euro (S), 69 Euro (E). Familienkarten: 75 Euro. Zudem einigte sich der Ausschuss auf den Beschlussvorschlag, den freien Eintritt für Schwerbehinderte aufzuheben.

 

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