Quickborn : Das Freibad bleibt das Sorgenkind

Es gibt eine Debatte innerhalb der Politik, die Kosten des Freibades im Zuge der Haushaltskonsolidierung zu reduzieren.
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Es gibt eine Debatte innerhalb der Politik, die Kosten des Freibades im Zuge der Haushaltskonsolidierung zu reduzieren.

Die Politik diskutiert über Kostenreduzierung. FDP ist gegen eine Einschränkung der Öffnungszeiten. Dennoch ist eine moderate Preiserhöhungen im Gespräch.

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18. Juni 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Die Gerüchteküche kocht wieder unter den etwa 30 Frühschwimmern: Sie wollen gehört haben, dass die Öffnungszeiten des Freibades im kommenden Jahr spürbar eingeschränkt werden sollen. Um 6.30 Uhr öffnet derzeit das Freibad. Wo Rauch ist, ist auch Feuer: Tatsächlich gibt es eine Debatte innerhalb der Politik, die Kosten des Freibads im Zuge der Haushaltskonsolidierung zu reduzieren. Seit Jahren bezuschusst die Stadt das Freibad mit 300.000 Euro jährlich – und manchmal auch mehr. Eine Entscheidung über die Maßnahmen gibt es laut Aussagen von Fachbereichsleiterin Birgit Raphael noch nicht, aber Vorschläge. Dazu gehören unter anderem die Einschränkung der Öffnungszeiten, die Verkürzung der Saisonzeiten, Aufschläge für Frühschwimmer sowie Überlegungen, die DLRG oder den TuS mit ins Boot zu holen, die dann Frühschwimmen im Verein anbieten. So könnten städtische Personalkosten gespart werden. Die Umgestaltung der Anlage in ein Naturbad – auch darüber wird diskutiert.

Eine Verkürzung der Öffnungszeiten wird es indes mit der Quickborner FDP nicht geben: „Wie bereits im Kommunalwahlkampf versprochen, setzen wir uns weiterhin für uneingeschränkte Öffnungszeiten ein. Wir erachten es als wirtschaftlich unsinnig, die Öffnungszeiten stark einzuschränken, um Personalaufwand in Höhe von 15.000 bis 20.000 Euro einzusparen“, sagt die FDP-Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer auf Anfrage dieser Zeitung. Und weiter: „Eine Defizitreduktion um gut fünf Prozent auf Kosten einer Nutzungseinschränkung um bis zu 50 Prozent bei einer Öffnung ab 14 Uhr, wie es bereits ein Vorschlag war, wäre ein hoher Preis“, sagt Krämer. Die höchsten Kosten fallen für Energie, Reinigung und Abschreibungen an. Diese Kosten seien überwiegend fix und ließen sich durch Einschränkung der Öffnungszeiten nicht reduzieren.

Die FDP sei enttäuscht, dass bisher keine Anstrengungen ersichtlich seien, die Auslastung zu erhöhen. Die FDP hatte vorgeschlagen, Schwimmkurse für Kindergartenkinder anzubieten. „Moderate Preiserhöhungen und Anstrengungen, die Auslastung zu erhöhen, sehen wir als den sinnvolleren Weg an, das Defizit zu reduzieren“, so Krämer.

Wie viele Besucher in dieser Saison das Freibad bereits besucht haben, darüber liegen derzeit keine aktuellen Zahlen vor. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) will sich nicht in die Debatte einmischen. Nur so viel: „Wir warten als Verwaltung auf zahlreiche politische Entscheidungen und hoffen, dass wir diese irgendwann bekommen“, sagt er auf Anfrage.

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