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Quickborner Tageblatt

18. November 2017 | 00:22 Uhr

Quickborn : Das Freibad bleibt das Sorgenkind

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Auslastung lässt sich kaum noch steigern.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 16:26 Uhr

Quickborn | Das von der Politik aufgelegte Sechs-Punkte Programm zur besseren Auslastung des Quickborner Freibads ist in vielen Punkten nicht umsetzbar. Das ist das Ergebnis einer eingehenden Prüfung durch die Stadtverwaltung, das am Dienstag – vier Tage vor Eröffnung der Saison – dem Ausschuss für kommunale Dienstleistungen vorgelegt wurde.

Wenn sich die Einnahmen schon nicht signifikant steigern lassen, dann doch wenigstens die Nutzung des Freibads durch die Bürger. So in etwa lässt sich der Vorstoß der Quickborner Politiker erklären, die bereits seit 2015 immer wieder über eine Ausweitung des Angebots für Schwimmer nachdenken. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen die Frühschwimmer, Schulen, Kindertagesstätten und Vereine. Kaum Aussicht auf Erfolg hat die Idee, das Frühschwimmen ab 6.30 Uhr durch die DLRG organisieren zu lassen. Grund: Es fehle an Personal, teilte Uwe Scharpenberg, Leiter des Fachbereichs Tiefbauten und Kommunalbetriebe, mit.

Auch der Versuch, Grundschulen und Kindertageseinrichtungen stärker an das Freibad zu binden, blieben bislang erfolglos. Grund: Die Lehrer dürfen jeweils nur mit 14 Kindern ins Wasser. „Die anderen stehen dann am Beckenrand und frieren“, sagte Susanne von Glasenapp, Leiterin der Comenius-Schule. Auch dem TuS Holstein Quickborn fehlen geeignete Trainer, und die ortsansässigen Physiotherapeuten haben offenbar abgewunken. „Für die reichen 23 Grad Wassertemperatur nicht aus“, so Scharpenberg. Immerhin haben Volkshochschule und DLRG ihr Angebot im Freibad ausgebaut. Die Rettungsschwimmer planen außerdem bis zu fünf Sonderveranstaltungen. Kaum Chancen auf Realisierung hat wohl auch die Idee, das Schwimmbad durch eine Traglufthalle ganzjährig nutzbar zu machen. Dennoch wird die Verwaltung nach Aussage Scharpenbergs den Fraktionen in den kommenden Monaten eine grobe Kostenschätzung vorlegen. Der Betrieb des Freibads ist ein Zuschussunternehmen. Die Stadt muss jährlich mehr als 300.000 Euro aufbringen, um das Defizit zu decken. Trotzdem soll weiter investiert werden. So ist für kommendes Jahr die Sanierung des Kinderbeckens geplant. Zunächst aber wird am Sonnabend, 13. Mai, um 10 Uhr die Saison eröffnet. Besucher haben an diesem Tag freien Eintritt und können dabei sein, wenn Fachbereichsleiter Scharpenberg in offizieller Mission anbadet.

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