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Großbrand-Opfer noch immer in Behandlung : Das Feuer war erst nach mehr als acht Stunden unter Kontrolle

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Brandwache am Unglückstag dauert bis 21.30 Uhr. Die 79-jährige Bewohnerin befindet sich noch immer in Behandlung.

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erstellt am 08.Jan.2016 | 00:36 Uhr

Quickborn | Um 19.48 Uhr am Mittwochabend vermeldete der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg: „Die Löscharbeiten in dem Doppelhaus an der Feldstraße sind so weit abgeschlossen. Die Kräfte sind mit Ausnahme der Brandwache in ihre Gerätehäuser und Wachen eingerückt.“ Zuvor waren insgesamt 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mehr als acht Stunden lang damit beschäftigt, den Großbrand eines Doppelhauses in der Quickborner Feldstraße zu bekämpfen.

Bei dem Feuer, das am späten Vormittag ausgebrochen war, wurde die 79-jährige Bewohnerin der rechten Haushälfte leicht verletzt, mehrere Haustiere starben. Die Kriminalpolizei geht nach ersten Hinweisen davon aus, dass der Brand seinen Ausgang in der Küche im Erdgeschoss nahm. Eine Explosion, von der Feuerwehrangaben zufolge Zeugen berichtet hatten, wollte die Polizei gestern nicht bestätigen.

Das Doppelhaus in der Feldstraße sei bei dem Brand derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ein Schaden von 250.000 Euro entstanden sein dürfte. Ein Übergreifen auf ein angrenzendes Einzelhaus hatten die Brandschützer aus Quickborn, Bilsen, Hasloh, Bönningstedt und Pinneberg mit vereinten Kräften verhindern können. Die Löscharbeiten zogen sich den ganzen Tag hin. Am Nachmittag stieß auch der Barmstedter Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) hinzu. Zwölf Kameraden bereiteten eine warme Mahlzeit und heiße Getränke zu und verpflegten die Einsatzkräfte im beheizten Zelt bis in die Abendstunden. „Außerdem kam am späten Nachmittag, als absehbar war, dass der Einsatz der Feuerwehr noch länger dauert, die Anfrage nach einem Lichtmasten zur Ausleuchtung der Einsatzstelle“, berichtet der THW-Ortsbeauftragte Stefan Schrade. Bis 21.30 Uhr habe das mit einem Notstrom-Aggregat betriebene Flutlicht die Brandwache unterstützt, die laut Quickborns Feuerwehrsprecher Thorsten Wiehe von 15 Kameraden aus der Eulenstadt gehalten wurde. Ein Löschfahrzeug sowie die Drehleiter blieben demnach vor Ort.

„Wir sind noch ein paar Mal ins Gebäude gegangen und haben Glutnester gefunden, die schwer zugänglich waren“, berichtete Wiehe. Nach einigen Löschversuchen habe letztlich ein Schaumteppich die Lage entspannt und dafür gesorgt, dass die Kameraden um 21.30 Uhr wieder in die Wache in der Marktstraße einrücken konnten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Bewohnerin, die bei dem Feuer eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, noch in Behandlung. Laut Polizei war dies auch gestern noch der Fall.

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