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Runder Tisch in Quickborn : Das DRK sammelt Kleidung jetzt allein

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Textilspenden für Flüchtlinge sollen fortan nur noch in der Feldstraße abgegeben werden. Benefizkonzert in Planung.

Quickborn | Wie überall in der Republik steigt die Zahl der Flüchtlinge auch in Quickborn. Umso wichtiger ist die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer, die am Montagabend zu ihrem zweiwöchentlichen Runden Tisch zusammenkamen. Mehr als 40 Teilnehmer begrüßte Ehrenamtskoordinator Mathias Wittig vom Diakonischen Werk im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirche.

Sonja Heggblum vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) gab bekannt, dass die Kleiderannahme für Flüchtlinge vom Haus Roseneck an der Kieler Straße in die Feldstraße 14 verlegt wurde. „Ab sofort ist das DRK-Zentrum für Kleidung, die Werkstatt für Haushaltsbedarf zuständig“, erklärte Heggblum. In diesem Zusammenhang seien die Öffnungszeiten für die Ausgabe erweitert worden: Fortan kann Kleidung jeweils mittwochs von 14 bis 16 Uhr abgegeben werden. Heggblum appellierte an Spender, nur Sachen in gutem Zustand abzuliefern: „Schmutzige Kleidung und ausgelatschte Schuhe trägt niemand gerne.“

Der Koordinator für die Spracherwerbs-Kurse, Winfried Deckers, berichtete über die Bildung neuer Teams. „Wir hatten die Problematik, dass wir zusätzliche Räumlichkeiten brauchten, aber jetzt haben wir genügend Anlaufstellen.“ Das Angebot ist auf das Haus Roseneck, die Kindertagesstätte und das Zentrum des DRK sowie die Stadtbücherei und das Haus der Jugend verteilt.

Insgesamt engagierten sich 33 Personen im Bereich der Sprachvermittlung, erläuterte Deckers. Dazu zählen auch Damen, die Flüchtlingskinder betreuen, während ihre Eltern im Unterricht sitzen. Deckers stellte in Aussicht, dass bei Bedarf in diesem Jahr noch zwei weitere Sprachkurse eingerichtet werden könnten. Auf die Frage, ob es in den Kursen auch um Grammatik gehe, erklärte Deckers: „Im ersten Schritt geht es um Dialoge, damit sich die Flüchtlinge verständlich machen und Fragen verstehen können. Feinheiten unserer Sprache müssen später vertieft werden.“ Im weiteren Verlauf des Treffens regte Werner Lawrenz, Initiator von Afrika-Hilfsprojekten, ein Benefiz-Konzert mit Musikern und Chören an. Er wies auf seine Erfahrungen bei den Projekten „Gemeinsam für Afrika“ in der Zeit von 2010 bis 2014 hin. Im Rathaus sei ihm bestätigt worden, dass der Artur-Grenz-Saal am 21. November frei sei.

Werner Lawrenz appellierte an „Menschen und Vereine“ aus Quickborn, seine Idee  für ein Benefizkonzert  zu unterstützen. Für Auskünfte und Fragen zu dem Projekt steht  Lawrenz unter Telefon 04106/769881 sowie per E-Mail an wwlawrenz@mns.com zur Verfügung.

Zu Beginn hatte die Leiterin des Flüchtlings-Cafés, Andja Zdravac-Vojnovic, auf das erfolgreiche Ausländerfest der katholischen St. Marien-Gemeinde am vergangenen Sonntag zurückgeblickt. Es sei gelungen, drei Mannschaften aus dem Flüchtlings-Café und ein Team aus Kaltenkirchen für ein Fußballturnier zu begeistern. Alle Spieler seien mit neuen Schuhen und Sportkleidung ausgestattet worden. Sie rechne mit einem „super-stolzen Erlös“ für die Flüchtlingsarbeit, erklärte Zdravac-Vojnovic.

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erstellt am 30.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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