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Quickborn : Containerlösung für Asylbewerber

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Politik diskutiert über die Nutzung des Geländes an der Bahnstraße.

Quickborn | „Die Kommunen haben einen großen Druck, Unterkünfte für Asylbewerber bereitzustellen. So ist die Stadt Quickborn unter großem Zugzwang“, sagte Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, während der jüngsten Sitzung. Deswegen hat die Verwaltung verschiedene Standorte analysiert und ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass man auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände an der Bahnstraße etwa neun Container aufstellen könnte.

Bereits in den 90er Jahren standen auf diesem Gelände Notunterkünfte für Asylbewerber. Die Vorteile für die Nutzung des Geländes liegen auf der Hand: „Es handelt sich um eine städtische Fläche und die Infrastruktur ist auch vorhanden“, sagte Kruse. Die Verwaltung hält es für praktikabel, im hinteren Teil die Container aufzustellen, die vordere Fläche würde für Park-and-Ride sowie für Fahrradstellplätze genutzt werden. Diese Park- und Stellplätze werden dringend gebraucht, weil immer mehr Bürger auf die AKN ausweichen.

Gemäß eines Prüfauftrags wären in diesem Quartier mit dem Bahnhof Tanneneck zusätzliche 70 bis 80 Parkplätze realistisch, um den Bedarf zu decken, so Fachbereichsleiterin Friederike Walter während der Sitzung. Hinzu kämen 150 bis 200 Stellflächen für Räder.

Ob es jedoch zu dieser Nutzung an der Bahnstraße kommt, muss die Politik im Oktober entscheiden. Es gibt noch keinen Beschluss darüber. „Wir müssen irgendetwas machen. Das war die Idee“, sagte Astrid Huemke (SPD) und erinnerte an die Dringlichkeit, um den Flüchtlingsfamilien Sicherheit zu geben.

Aktuell gibt es in Quickborn 120 Asylbewerber, die in städtischen Gebäuden oder angemietetem Wohnraum untergebracht sind. Mit 60 bis 80 neuen Asylbewerbern rechnet die Stadt für das nächste Jahr.

Für Volker Dentzin, Fachbereichsleiter Einwohnerangelegenheiten, sind Container allerdings nur ein Provisorium. „Sie sind nur als Übergangslösung denkbar“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Dentzin appelliert deswegen an die Bevölkerung, Kontakt mit ihm aufzunehmen, wenn Wohnungen oder Häuser in der Stadt nicht genutzt würden. Die Verwaltung würde sie dann anmieten. Darin zu wohnen, so Dentzin, sei für die Asylbewerber ein besserer Weg der Integration. Der Fachbereichsleiter ist unter der Rufnummer 04106-611230 zu erreichen.

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erstellt am 26.Sep.2014 | 10:00 Uhr

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