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Privatschule in Quickborn : Container: Kreis genehmigt Umzug

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborner Privatschule darf neues Interimsgebäude auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladen-Fabrik zwei Jahre lang nutzen.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Die Quickborner Privatschüler müssen sich neu orientieren. Wenn sie nach den Sommerferien wieder zum Unterricht fahren, werden Johanniter-Grundschule und Freie Gemeinschaftsschule am Justus-von-Liebig-Ring verschwunden sein. Allerdings werden die Kinder kaum lange suchen müssen, denn die Container-Schule wird sich dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite, auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladen-Fabrik, befinden. Die Kreisverwaltung hat jüngst die Genehmigung dazu erteilt.

Den Umzug der Container kündigte Elmar Süß, Geschäftsführer des Träger Anerkannte Schulgesellschaft (ASG), für diese Woche an. Am vorvergangenen Montag begann laut Süß die Demontage der provisorischen Schule. Parallel sollten auf dem Areal gegenüber das Fundament sowie Ver- und Entsorgungsleitungen entstehen, bevor die Container umgesetzt werden. „Sie werden durch neue ergänzt, ein paar Klassenräume kommen hinzu. Die Mensa wird vergrößert, auch an der Essensversorgung ändern sich Dinge“, berichtete Süß, der für Umzug und Erweiterung zirka 500.000 Euro veranschlagt.

Eine Summe, die gerade einmal fünf Prozent von dem ausmacht, was die ASG nach Angaben von Süß in den geplanten Schulneubau investieren wird. „Ich kalkuliere mit etwa zehn Millionen Euro“, sagte der Geschäftsführer. Doch bis dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, muss das entsprechende Bauleitplanverfahren erst wieder angeschoben werden (diese Zeitung berichtete). So lange müssen sich Schüler, Lehrer und Eltern mit einer weiteren Zwischenlösung arrangieren.

Für die bisherige war die Duldung des Kreises Pinneberg am 31. Juli geendet, weshalb ein neuer Standort gefunden werden musste. Mit dem Hamburger Investor Frank Lorenz war sich Süß über den Erwerb eines Teils des Schokoladen-Fabrik-Areals einig geworden. Dort soll mittelfristig der Neubau entstehen, am selben Standort zunächst jedoch das Provisorium untergebracht werden. Die Zeit drängte. Aber vergangene Woche bestätigte Kreissprecher Oliver Carstens auf Nachfrage den Eingang des Bauantrags und stellte in Aussicht, dass es eine Verlängerung der Containerlösung geben werde. Die Baugenehmigung sei am 29. Juli erteilt worden und auf zwei Jahre befristet, erklärte Carstens dann gestern.

Einigung: Anmietung von Räumen in einer Quickborner Schule

Um das Erlöschen der Schulgenehmigung zu vermeiden, das für die Phase zwischen Ab- und Aufbau der Container drohte, einigten sich ASG und Stadtverwaltung nach Informationen dieser Zeitung auf die Anmietung von Räumlichkeiten eine Quickborner Schule. Demnach ist das Mietverhältnis befristet auf die Dauer der Sommerferien und hat in der Praxis keine Auswirkungen.

Auf dieser Basis erfolgt nun der Umzug der Schule von dem Gelände am Justus-von-Liebig-Ring, das ebenfalls Lorenz gehört. „Am 14. August wird das alte Grundstück vollständig geräumt sein, da ist uns Herr Lorenz entgegengekommen“, berichtete Süß. Die Verwaltung der Schule kommt nach Auskunft des Trägers im Justus-von-Liebig-Ring 7  -  9 unter, die Telefonnummer bleibt dieselbe. Die neue Adresse der Schule: Feldbehnstraße 55. Erst einmal für zwei Jahre. Ob darüber hinaus, ist zumindest nach aktuellem Stand fraglich.

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