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Ellerau : Bürgermeister will in Affäre Thormählen abwarten

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Affäre um Ex-Bürgermeister: Elleraus amtierender Bürgermeister Eckart Urban will Ansprüche nach Prozess geltend machen.

Gibt es noch Nachwirkungen in der Affäre um Ex-Bürgermeister Torsten Thormählen?
Eckart Urban: Die Angelegenheit wird in diesem Jahr gerichtlich verhandelt. Und dann gibt es ja einen Beschluss, ein Ergebnis. Dann werden wir sehen, was wir daraus machen. Im Moment ist das auch alles hypothetisch.

Meinen Sie einen Zivilprozess?
Urban: Na ja, es kommt darauf an. Wenn wir unsere Forderungen geltend machen, muss es nicht unbedingt zu einem Prozess kommen. Es kann vielleicht auch auf freiwilliger Basis geschehen, dass Zahlungen zurückfließen.

Um wie viel Euro geht es?
Urban: Das ist etwas schwierig darzustellen, weil sowohl die Stadt Norderstedt als auch die Gemeinde Henstedt-Ulzburg Anspruch erhebt auf vorenthaltene Vergütungen. Wenn die ihre Ansprüche durchsetzen, wird für Ellerau natürlich nur noch ein kleiner Rest bleiben.

Können Sie die genaue Summe nennen?
Urban: Insgesamt geht es um einen Betrag von 180.000 bis 200.000 Euro. In dieser Größenordnung bewegt sich das. Wobei das natürlich beide Personen betrifft, sowohl Herrn Thormählen als auch den Ex-Büroleiter im Ellerauer Rathaus, Klaus Lange. Und mit Herrn Lange sind wir ja auch noch in einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die sich hinzieht. Wie das nun immer so ist. Termine werden verschoben und noch einmal verschoben und noch einmal verschoben. Also wir sind eigentlich noch nicht viel weiter gekommen in dem abgelaufenen Jahr.

Hat man das irgendwie aufgearbeitet?
Urban: Nein, da geht es um eine Klage des Herrn Lange gegen die Kommunalbetriebe auf Fortsetzung dieses ominösen Vertrages. Er ist der Meinung, die Kündigung sei nicht rechtens und er hätte Anspruch auf Fortsetzung des Vertrages. Da sind wir konträrer Meinung und sagen die Kündigung war in der Tat rechtens und sie war auch notwendig, weil dieser Vertrag schon nahezu sittenwidrig war. Deswegen musste er auch gekündigt werden. Man weiß ja nie, wie ein Gericht entscheidet und je nachdem, wie die Entscheidung fallen wird, werden wir uns weiter aufstellen müssen.

Was sind die Herausforderungen für das nächste Jahr? Für Sie persönlich?
Urban: Die Herausforderung ist jetzt erst einmal, sich auf die Sportanlagen zu konzentrieren. Es besteht auch der Wunsch nach einer weiteren Sporthalle, damit werden wir uns auch auseinandersetzen. Wir haben nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die ein Ortsentwicklungskonzept erarbeiten soll. Das wird uns sicher das ganze nächste Jahr beschäftigen.

Was steckt dahinter?

Urban: Wir werden einen Zehn-Jahres-Plan beziehungsweise 25-Jahres-Plan machen, damit man einmal so richtig Perspektiven entwickelt. Perspektiven, ich möchte nicht sagen Visionen. Wie könnte oder sollte sich Ellerau entwickeln und in welchen Schritten? Es besteht der Wunsch nach einer weiteren Seniorenwohnanlage, einer weiteren Sportanlage, einer Skaterbahn auf dem Spielplatz und solche Dinge. Das muss natürlich alles einmal zusammengefasst werden und dann in ein Gesamtkonzept gebracht werden.

Das Interview führte René Erdbrügger.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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