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Quickborn : Bürgermeister Köppl zeigt sich empört über die Vorwürfe des Steuerzahlerbunds

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach der Kritik des Steuerzahlerbunds weist der Bürgermeister die Anschuldigungen zurück.

Quickborn | „Das ist billiger Populismus“, empört sich Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Der Bund der Steuerzahler hätte sich erst die Mühe machen sollen, die bislang erhaltenen Unterlagen auch zu lesen.

Köppl ärgert sich über die Aussagen von Rainer Kersten, Geschäftsführer vom Bund der Steuerzahler Schleswig-Holstein. Aufgrund der Kostenexplosion im Zuge der geplanten Sanierung am Schulzentrum-Süd hatte Kersten in einem Gespräch mit dieser Zeitung dem Gebäudemanagement in Quickborn vorgeworfen, wohl die ganze Zeit über untätig gewesen zu sein.

Auch den Vorwurf, dass es keinen Maßnahmen- und Zeitplan gegeben habe, wie Kersten der Stadt vorwerfe, weist Köppl zurück: „Das stimmt nicht. Wir haben einen Maßnahmen- und Zeitplan. Aber zunächst sind die anderen Schulen drangekommen“, so Köppl. Es habe eine Prioritätenliste zur Bestimmung der Reihenfolge der Baumaßnahmen gegeben. „Zurzeit befinden wir uns im Stadium des Vorentwurfes. Maßnahmenbeschlüsse sollten erst nach Fertigstellung der Entwürfe einschließlich der Kostenberechnung gefasst werden.“ Das Sichtgutachten aus 2006 sei vorrangig von einer Instandhaltung ausgegangen. Notwendige Raumveränderungen und die Modernisierung standen zum damaligen Zeitpunkt nicht zur Debatte.

Köppl führt aus: „Im Gegensatz zu anderen Schulen ist das Elsensee-Gymnasium nach 40 Jahren nicht heruntergekommen so wie viele Schulen außerhalb Quickborns. Das Elsensee-Gymnasium hat ein funktionierendes Gebäude. Unsere Hausmeister und das Gebäudemanagement haben eine gute Arbeit gemacht. Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Schule zukunftssicher zu machen, dafür ist jetzt die Zeit gekommen.“

Bislang sei er von der Qualität und der Arbeit des Bundes der Steuerzahler überzeugt gewesen. „Jetzt bin ich bitter enttäuscht. Gerade der Steuerzahlerbund sollte Wert darauf legen, dass vor Beginn einer Maßnahme valide Planungen und Kostenschätzungen vorliegen und die Maßnahme auch ausfinanziert ist. Aus Sicht des Hausmeisters funktioniert die Schule. Aus Sicht der Schüler, der Lehrkräfte, der Energievorschriften, der Schulbaurichtlinie und in Hinblick auf den Gebäudezustand der Zukunft gibt es Handlungsbedarf“, so Köppl.

Was notwendig, wünschenswert und was finanzierbar ist, werde in den nächsten Monaten entschieden. Bis jetzt sei noch kein Geld für Baumaßnahmen ausgegeben worden. „ Ich bin sicher, dass sich die politischen Gremien der Stadt die nötige Zeit nehmen und sorgfältig abwägen. Eine schnelle Ferndiagnose aus Kiel hilft dabei nicht. Am Ende wird das Schulzentrum- Süd fit sein für die nächsten 40 Jahre“, so Köppl.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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