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Ellerau : Bürgermeister Eckart Urban resümiert 2015

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Aufgaben, Herausforderungen und Überraschungen - der Rückblick zeigt was bewegte.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Ellerau | Jahrelange Arbeiten wie die Erstellung der Eröffnungsbilanz 2010 und die Aufstellung des Bebauungsplans zur Erweiterung des Gewerbegebiets Ost sind im vergangenen Jahr in Ellerau zum Abschluss gekommen. Im Rückblick auf 2015 äußert sich der Bürgermeister der Krumbekgemeinde, Eckart Urban (SPD), über...

...die härteste Herausforderung:
Eckart Urban Die härteste Herausforderung des Jahres 2015 war nicht die Unterbringung von Flüchtlingen, sondern erstaunlicherweise die Erstellung der Eröffnungsbilanz 2010 für die Gemeinde. Dies war eine langwierige Arbeit, die sich insgesamt über vier Jahre hingezogen hat. Es mussten sämtliche Vermögenswerte der Gemeinde erfasst und von ihren Ursprungskosten her bewertet werden.

Hierzu bedurfte es in erheblichem Umfange externer Hilfe. Die Kommunalaufsicht des Kreises Segeberg hatte Anfang vergangenen Jahres als allerletzten Termin für die Fertigstellung den 30. Juni 2015 festgelegt und unter anderem davon die Genehmigung des Doppelhaushalts 2015/2016 abhängig gemacht.

So mussten alle Kräfte im ersten Halbjahr hierauf konzentriert werden. Schließlich ist es tatsächlich gelungen, die Eröffnungsbilanz 2010 termingerecht zu liefern. Die Erkenntnis hieraus ist, dass die Gemeinde Ellerau zum 31. Dezember 2010 über ein Gesamtvermögen von etwa 30,5 Millionen Euro bei einem Eigenkapital von zirka 18,8 Millionen Euro verfügte. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 61,6 Prozent.

...die schwierigste Aufgabe:
Die Aufstellung und die Beschlussfassung des Bebauungsplans 24 zur Erweiterung des Gewerbegebiets Ellerau-Ost. Auch diese Arbeit hat sich über fast fünf Jahre hingezogen, weil die Beteiligung der zahlreichen Behörden sowie die Abarbeitung der Stellungnahmen so zeitraubend war. Hinsichtlich der Beseitigung des Niederschlagswassers geht die Gemeinde hier einen neuen Weg, nämlich der Versickerung vor Ort. Die umfangreichen Bodenaufschlüsse hatten einen durchweg versickerungsfähigen Untergrund zutage gefördert, das Genehmigungsverfahren hierfür war jedoch nicht einfach. Hinzu kamen die notwendigen Gutachten in Bezug auf Pflanzen- und Tierwelt, verkehrliche Auswirkungen sowie Geruchsbelästigungen wegen eines nahe gelegenen landwirtschaftlichen Betriebs.

...die größte Erleichterung:
Die Hilfsbereitschaft in Bezug auf die Flüchtlings-betreuung im Ort. Hier hat sich eine Gruppe zusammengefunden, die sich als Willkommens-Team zur Verfügung stellt und deren Mitglieder die Flüchtlingsfamilien bei der Ankunft sowie im Alltag begleitet.

...die positivste Überraschung:
Sie steht auch in diesem Zusammenhang. Es wurde und wird auch weiterhin der Gemeinde vielfältig Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern angeboten, so dass bisher eine dezentrale Unterbringung möglich war.

...den längsten Arbeitsprozess:
Das waren die Erstellung der Eröffnungsbilanz und die Entwicklung des Bebauungsplans 24 bis zur Genehmigungsreife. Ein nicht minder langer Arbeitsprozess steht noch bevor, das ist die Planfeststellung für die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau der AKN-Linie A1 zur S21.

In diesem Zusammenhang muss die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs am Ortseingang von Ellerau geplant und umgesetzt werden. Das wird eine zentrale Forderung der Gemeinde. Die jetzige Planung mit Beibehaltung der Bahnschranken und den unendlich langen Wartezeiten ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht vermittelbar.

...die dringlichsten Aufgaben 2016:
Die wichtigste Aufgabe im Jahr 2016 ist die Schaffung weiterer Krippenplätze, da sich nach den Anmeldezahlen ein Fehlbedarf von 25 Plätzen herausgestellt hat. Hierüber besteht fraktionsübergreifend Konsens und gleichzeitig auch Berücksichtigung im Nachtragshaushalt 2015/2016, so dass die Umsetzung auf Verwaltungsebene beschleunigt durchgeführt werden kann.

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