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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 00:59 Uhr

AKN : Bürger begehren Bahnzugang

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Initiative „Quickborn 2011“ plant Unterschriftenaktion.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2016 | 17:48 Uhr

Quickborn | 2015 brachte das Aus für die Erwartungen derer, die vier Jahre lang eine Wiedereröffnung des AKN-Zugangs zum Bahnhof Ellerau von der Bahnstraße aus herbeigesehnt hatten. Doch 2016 könnte ihre Hoffnungen wieder aufleben lassen: Die Bürgerinitiative (BI) „Quickborn 2011“ hat ein Bürgerbegehren ausgearbeitet, mit dem sie ihr Vorhaben durchsetzen will. „Wir sind fest davon überzeugt, dass es uns gelingen wird, die notwendigen Unterschriften für einen Bürgerentscheid herbeizuführen“, schreibt BI-Vorsitzender Ernst Klöpner.

Das Schriftstück ging bereits im Dezember den Quickborner Ratsfrauen und -herren zu. Aus gutem Grund, wie Klöpner in dem Schreiben darlegt: „Leider ist es – unser Anliegen betreffend – in letzter Zeit sehr still geworden. Deshalb sehen wir uns genötigt, Sie alle auf diesem Wege zu kontaktieren.“ Das Ziel: die Quickborner Politik dazu zu bringen, sich des Themas wieder anzunehmen. Aber: „Für den Fall, dass die Ratsversammlung weiterhin der Neueinrichtung eines Zugangs ablehnend gegenübersteht“, sei die BI gewappnet, wie Klöpner betont: „Unser Bürgerbegehren hält jeder Prüfung stand.“

Diese Aussage verwundert wenig, denn im vergangenen halben Jahr – die Zeit nach dem vorläufigen Aus für die Wiedereröffnung des Zugangs – befassten sich die zehn BI-Mitglieder intensiv mit dem Thema. „Frau Grollmuß vom Innenministerium hat uns ausführlich und gut beraten, deshalb könnten wir sehr schnell mit einem Bürgerbegehren starten“, schreibt Klöpner in dem Brief an die Ratsmitglieder. Argumente gegen die Wiedereröffnung des Zugangs noch vor dem Ausbau der AKN-Linie A1 zur Verlängerung der S21 will die BI nach wie vor nicht gelten lassen, wie sie in dem Brief an die Politiker verdeutlicht: Die Ausbaupläne lägen vor, die Kosten seien bekannt und die Haltestelle bleibe am selben Ort. „Die von der Stadt Quickborn und der Gemeinde Ellerau aufzuwendenden Mittel würden also in keiner Weise ,zum Fenster hinaus geworfen‘“, so Klöpner.

Öffentliche politische Unterstützung erhalten die Befürworter des Zugangs auf Quickborner Seite derzeit von der CDU. Auf Antrag der Christdemokraten stimmte die Ratsversammlung im Oktober dafür, die Verwaltung möge darauf hinwirken, dass das Thema Bahnsteigzugang Eingang in das Planfeststellungsverfahren zum AKN-Ausbau findet – allerdings mit dem Zusatz kostenneutral für Quickborn. Dies hatte der ursprüngliche Antrag der CDU nicht zwingend vorgesehen. Laut dem Quickborner CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Hermann Hensel besteht in dem Verfahren noch eine Chance für das Anliegen der BI: „Das ist noch in der Schwebe und man muss sehen, wie es sich entwickelt.“

Seit die Öffnung zum Bahnhof Ellerau von der Bahnstraße in Höhe des Ohlmöhlenwegs am 2. Mai 2011 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde, müssen Personen, die von der Bahnstraße aus zum Bahnhof Ellerau und auch in umgekehrter Richtung gehen wollen, einen Umweg von bis zu 1000 Metern in Kauf nehmen. Nach der Schließung gründete sich die  Bürgerinitiative (BI) Quickborn 2011, die  zunächst mit einer Demonstration und  anschließend mit einer Unterschriftenaktion für die Wiedereröffnung kämpfte. Etwa 1600 Unterschriften von Quickborner und Ellerauer Bürgern sammelte die BI laut ihrem Vorsitzenden Ernst Klöpner damals. Der Petitionsausschuss des Landes Schleswig-Holstein habe daraufhin entschieden, dass ein Plan zur Wiedereröffnung zu entwickeln sei. „Dieser lag im Sommer 2012 vor“, sagte Klöpner. Doch seither herrscht Stillstand. Nachdem sich Quickborn und Ellerau nicht über die  Aufteilung der Kosten hatten einigen können, stellte die Verwaltung der Eulenstadt die Summe von 160.000 Euro in den Haushalt 2015 ein, um das Projekt realisieren zu können. Doch der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt lehnte den Vorschlag der Verwaltung in seiner Mai-Sitzung ab – und eine Lösung rückte vorläufig in weite Ferne.

Sonst weiß sich die BI zu helfen. 1700 Signaturen von etwa 16.000 stimmberechtigten Quickbornern seien für den Bürgerentscheid erforderlich, berichtete Klöpner dieser Zeitung. „Aber vor März, April werden wir nicht mit dem Bürgerbegehren beginnen, damit die Politik noch die Möglichkeit hat, sich zu bewegen.“

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