Prävention : Bündnis gegen Gewalt an Quickborner Schulen

Stolz auf einen besonderen Titel: Vertreterinnen vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, von der Comenius-Schule sowie vom Elsensee-Gymnasium.

Stolz auf einen besonderen Titel: Vertreterinnen vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, von der Comenius-Schule sowie vom Elsensee-Gymnasium.

Die Schulen wurden als Präventionsschulen ausgezeichnet. Auch Drogen und Rechtsextremismus werden angegangen.

shz.de von
24. Januar 2018, 12:00 Uhr

Quickborn | Toller Erfolg für die Comenius-Schule, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) und das Elsensee-Gymnasium (ESG). Sie gehören zu den kreisweit 41 Schulen, die sich Präventionsschule nennen dürfen. Als sichtbares Zeichen der Auszeichnung, die vom Kreis Pinneberg, dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und dem Schulamt vergeben wird, bekamen die Schulen jetzt ein Schild und eine Urkunde. 

Mit der Auszeichnung wird das langjährige Engagement in der Präventionsarbeit gewürdigt. Auch an der Comenius-Schule, am DBG und ESG ist die Prävention fest im Schulbetrieb verankert. Sie verfügen über Präventionskoordinatoren und ein Konzept, das kontinuierlich überprüft und bei Bedarf modifiziert wird. Außer internen Maßnahmen vor allem zur Lebenskompetenzförderung der Schüler werden auch externe Angebote wahrgenommen. Zudem können die Schulgemeinschaften ein inzwischen gut ausgebautes Netzwerk nutzen. Dazu gehören unter anderem die Träger der Sucht- und Gewaltprävention.

Für die Comenius-Schule ist es bereits die zweite Auszeichnung dieser Art. Hier sind die Lehrerinnen Claudia Henn und Nicole Steenbock sowie die Schulsozialpädagogin Helga van Ellen maßgeblich für die Konzepterstellung und Durchführung der Maßnahmen verantwortlich. Die Präventionsarbeit richtet sich an alle Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen. Begriffe wie Toleranz und Rücksicht, Hilfsbereitschaft, Verantwortung, Fairness, Kooperation sind Alltag und werden verbunden mit Schwerpunktthemen wie Mobbing, Streitschlichtung, Neue Medien, Alkohol oder Rechtsextremismus.

Auch für das DBG ist es die zweite Auszeichnung. „Wir sehen dies als Anerkennung unseres über viele Jahre erarbeiteten Präventionskonzeptes, das wir kontinuierlich überarbeiten und weiterentwickeln“, so Koordinatorin Iris Willenbring, die eng mit der Schulsozialpädagogin Swantje Eichhorn zusammenarbeitet. Im Mittelpunkt stehen Suchtpräventionsprojekte zu den Themen Drogen, Alkohol und Nikotin, Medikamente, Essverhalten sowie der Umgang mit dem Smartphone und den sozialen Medien. Durch Fortbildungsmaßnahmen werden Schüler aktiv in die Präventionsarbeit einbezogen.

Das Präventionskonzept des ESG ist Teil des pädagogischen Gesamtkonzepts und strukturell in der Schule verankert. Auch hier werden die aktuellen Lebenssituationen der Lernenden berücksichtigt. „Die präventive Arbeit am Elsensee-Gymnasium ist darauf ausgerichtet, den möglichen Gefährdungen, Sorgen und Nöten unserer Schüler gerecht zu werden und sie durch gezielte pädagogische Maßnahmen und Veranstaltungen in der Entwicklung ihrer Lebens- und Handlungskompetenzen zu unterstützen“, erläutert Koordinatorin Dorothea Brunke, die das Konzept mit der Sozialpädagogin Nadine Käbel erstellt hat.

Alle Schulen kooperieren mit außerschulischen Trägern wie der ATS Suchtberatungsstelle in Quickborn, dem Verein für Jugendhilfe in Pinneberg, dem Verein Wendepunkt in Elmshorn, der AOK, der AKN, dem DRK und der Polizei. „Mit dieser Auszeichnung wollen wir Schulen im Kreis Pinneberg bestärken, ihre erfolgreiche Präventionsarbeit fortzusetzen und gemeinsam mit starken Partnern weiter zu entwickeln“, sagte Heike Kühl-Frese vom IQSH. Durch die transparenten und verbindlichen Strukturen erhielten Lehrkräfte Sicherheit im Umgang mit gefährdeten Schülern.

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