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Quickborner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 00:55 Uhr

Bücherei stellt sich auf Thema Demenz ein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 10:45 Uhr

Es ist eines der großen Themen in einer immer älter werdenden Gesellschaft und stellt Betroffene, ihre Angehörigen und die Wissenschaft vor immense Herausforderungen: Demenz. Mit der rasant steigenden Zahl der Erkrankungen wächst die Nachfrage nach Informationsmaterial. Darauf hat die Büchereizentrale Schleswig-Holstein inzwischen reagiert und die angeschlossenen Büchereien mit Medientaschen versorgt. Auch in Quickborn ist das Material erhältlich, das speziell für diejenigen zusammengestellt wurde, die menschen mit Demenz betreuen.

„Das Interesse an dem Angebot ist groß“, sagte Quickborns Stadtbüchereileiter Klaus Fechner. Immer mehr Angehörige wollen wissen, was im Fall einer Demenz mit den Betroffenen passiert, auf welche Veränderungen sie sich einstellen müssen und wie sie ihre Angehörigen unterstützen können. Bislang gibt es in der Quickborner Stadtbücherei nur eine Medientasche und schon jetzt eine Warteliste. „Aber ergänzend zum Inhalt der Tasche sind in der Stadtbücherei auch noch zahlreiche weitere Medien zum Thema vorhanden“, so Fechner.

Hinter dem Angebot steht das Projekt „Kleines Picknick im Labyrinth“, das von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein initiiert wurde. Ziel ist es, Betroffenen die kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und gleichzeitig das Bewusstsein und Verständnis für die Situation Demenzkranker zu wecken. „Mit dem Inhalt der Medientaschen wird eine sinnvolle gemeinsame Freizeitgestaltung unterstützt“, so Fechner. Außerdem hilft das Material ganz praktisch bei Fragen des Alltags von Demenzkranken. Die Tasche enthält Texte und Filme, die speziell zu diesem Zweck erarbeitet wurden. Sie dienen der Entspannung und Unterhaltung, stimulieren das Hörvermögen, regen zum Mitsingen und Bewegen an. Dafür wird auf Erlebnisse und Musik aus der Zeit zurückgegriffen, in der die betroffenen Menschen ihre Kinder- und Jugendjahre erlebt haben. Das Vorlesen und der gemeinsame Blick in die Bilderbücher soll das familiäre Gemeinschaftsgefühl stärken. „Die Ratgeber bieten darüber hinaus emotionale Unterstützung und liefern Hintergrundwissen“, sagte Fechner.

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