Quickborn : Botschaft gegen Fremdenhass

Die Pfadfinder des Stammes Digna Ochoa reichten das Feuer aus Bethlehem an Bürgermeister  Thomas Köppl (CDU, vorn) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin (rechts) weiter.
Die Pfadfinder des Stammes Digna Ochoa reichten das Feuer aus Bethlehem an Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, vorn) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin (rechts) weiter.

Pfadfinder bringen das Friedenslicht ins Rathaus. Aktion steht unter dem Motto „Friede sei mit Dir – Shalom – Salam“.

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19. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Es ist eine Botschaft gegen Krieg. Ein Zeichen gegen Fremdenhass – in Zeiten gewaltsamer Konflikte, von Terrorismus und täglicher Schreckensnachrichten. Die Quickborner Pfadfinder des Stammes Digna Ochoa haben wieder das Friedenslicht ins Rathaus gebracht. Zum dritten Mal in Folge. Dort wurde es von Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin entgegengenommen.

Die Flamme hat einen langen Weg hinter sich: Alljährlich wird das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem angezündet und mit dem Flugzeug nach Wien gebracht. Zur Aussendungsfeier am dritten Advent reisen Delegierte aus ganz Europa an, um ihre Kerzen an dem Friedenslicht zu entzünden und dann in die Heimatgemeinden und Städte, in die Rathäuser und Kirchen zu bringen. Von Wien aus werden die Friedenslichter in 30 Städte Europas – eine davon ist Hamburg – mitgenommen.

Dort warteten die jungen Abgesandten aus Quickborn, um wiederum ihre mitgebrachte Kerze an der Friedensflamme anzuzünden. Dann ging es mit der Bahn zurück nach Quickborn. „Ausnahmsweise erlaubt die AKN das an diesem Tag“, sagt Lukas Hodel. Die Bahn hat ein Merkblatt zum sicheren Transport des Friedenslichts herausgebracht. „Das Friedenslicht stand bis jetzt bei mir zu Hause und ist nicht ausgegangen“, sagte Pfadfinderin Anja Müller während der Übergabe im Quickborner Rathaus. Sie wird das Licht auch in die katholische Kirche bringen.

Auch in Moscheen brennt die Flamme. Keine Religionsgemeinschaft ist von der Aktion ausgeschlossen, die 2014 unter dem Motto „Friede sei mit dir – Shalom – Salam“ steht, und ein besonderes Zeichen des interreligiösen Dialogs setzen will.

„Es ist ein passendes Zeichen in einer unruhigen Welt“, sagte Thomas Köppl (CDU). Im Rathaus leuchtet das Licht nun bis zum 6. Januar. Mehr als 1000 Besucher der Verwaltung werden es sehen.

Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Seit 21 Jahren verteilen die vier Ringverbände gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden das Friedenslicht in Deutschland. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland weitergegeben.
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