Bilanz : Bilsener Feuerwehr verzeichnet Rekordjahr

Kay Grabowski (Zweiter von links) zeichnete Savalin Tiemann (von links), Ricardo Molenda, Philip Mielke und Gerrit Liebke als Warte und Gruppenführer aus.
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Kay Grabowski (Zweiter von links) zeichnete Savalin Tiemann (von links), Ricardo Molenda, Philip Mielke und Gerrit Liebke als Warte und Gruppenführer aus.

Noch nie mussten die Bilsener Kameraden so häufig ausrücken wie 2017: 67 Einsätze gab es im vergangenen Jahr.

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15. Januar 2018, 12:05 Uhr

Bilsen | Die Bilsener Feuerwehr hat im vergangenen mit 67 Einsätzen einen neuen Rekord aufgestellt. Noch nie hätten die Kameraden in einem Jahr so häufig ausrücken müssen, berichtete Wehrführer Kay Grabowski während der Jahreshauptversammlung. „Die beiden großen Sturmlagen hatten mit 36 Einsätzen einen immensen Anteil an den Zahlen“, sagte er. Aber auch nach Abzug dieser Zahl habe die Feuerwehr mit 31 Einsätzen über dem Durchschnitt der vergangener Jahre gelegen.

In besonderer Erinnerung sei ihm der Einsatz bei dem Großfeuer in Schenefeld im Rahmen der Kreisbereitschaft geblieben, so Grabowski. „Hand in Hand kämpften viele Wehren gegen ein Feuer, das ich in dieser Intensität selten gesehen habe“, sagte er. Dicht angrenzende Betriebe hätten gerettet werden können. „Das beweist, dass die Wehren eine große Familie sind, die gemeinsam stark sind und Großes bewegen können“, so der Wehrführer.

Grabowksi dankte den Bilsener Kameraden, die bei den vielen Einsätzen höchst professionell gearbeitet hätten. Und er lobte die Arbeitgeber, die die Brandbekämpfer für die vielen Einsätze freigestellt hatten. Außerdem: „Die Teilnahme an den regulären Dienstabenden hat sich dadurch nicht reduziert – im Gegenteil.“ Die Dienstbeteiligung belief sich auf nahezu 90 Prozent. „2017 habt Ihr alle inklusive der Geräte- und Fachwarte ein wahnsinniges Engagement an den Tag gelegt, das ist beeindruckend“, so Grabowski. Mitglieder der Gemeindevertretung, Pastor Bert Johannigmann, Ehrenbürgermeister Rainer Ute Harms, Götz Nowobilski von der Quickborner Polizei und der ehemalige Kreisbrandmeister Bernd Affeldt drückten ebenfalls ihren Respekt vor der erbrachten Leistung der Feuerwehr aus.

Der Wehrführer stellte Artur Runde als Neuzugang vor. Der Bilsener sieht es als seine Bürgerpflicht an, sich ehrenamtlich für das Dorf zu engagieren. Runde (30) möchte sich sozial einbringen, anderen helfen und Vorbild für seine beiden Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren sein. Deshalb ist er in die Freiwillige Feuerwehr Bilsen eingetreten. Mit seiner Familie baute er ein Haus im neuen Baugebiet Klosterkoppel und zog von Quickborn nach Bilsen. „Ich bin ein Landkind und möchte gemütlich in einer ruhigen Umgebung leben“, so Runde, der in einem Logistikunternehmen in Norderstedt arbeitet. Etwas länger – seit 40 Jahren – ist der stellvertretende Wehrführer Olaf Kielmann dabei. Er erhielt von Bürgermeister Peter Lehnert (CDU) das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande verliehen. „40 Jahre aktiver Dienst mit Beförderungen und Ehrungen und viel Engagement ist ein beeindruckender ehrenamtlicher Lebenslauf“, so Lehnert. Kielmann wuchs praktisch mit der Feuerwehr auf und trat ihr mit 18 Jahren bei. Sein Opa hatte 1934 die Wehr mit gegründet, Onkel und Vater waren ebenfalls in der Feuerwehr. „Nach 40 Jahren bringt es mir immer noch Spaß“, sagte der Oberbrandmeister, der auch Beisitzer im Kreisfeuerwehrverband ist.

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