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Kooperation geplant : Bilsen verhandelt mit Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Eulenstadt soll Wartungsarbeiten der Kanalisation übernehmen - und auch beim Ausbau für schnelleres Internet helfen.

Für 2014 hat sich Bilsens Bürgermeister Peter Lehnert (CDU) viel vorgenommen. Vor etwa 50 Besuchern in der Gaststätte „Zur Bilsener Mühle“ begrüßte er beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ehrenbürgermeister Rainer Ute Harms, Amtsvorsteher Willi Hachmann, Quickborns Bürgermeister Thomas Köppel (CDU) sowie Vertreter aus Politik und Vereinen sowie Bewohner des Dorfs.

„2014 wollen wir das Baugebiet Klosterkoppel erschließen sowie die Grundstücke verkaufen“, so Lehnert. Es gebe bereits starke Nachfragen aus dem Dorf.

Hindernisse durch Bürokratie

Ein Supermarkt auf dem Gelände sei geplant. „Wir haben rechtzeitig Verhandlungen und Gespräche mit Kreis, Land und Ingenieurbüro geführt, um das gesamte Bebauungsprojekt voranzutreiben, allein die bürokratischen Hindernisse ließen Ärger aufkommen“, so Lehnert, der sich bei allen Gemeindevertretern für die geleistete Arbeit gerade in diesem Bereich ausdrücklich bedankte.

Ein nächster Punkt, der 2014 abgehakt werden soll, ist die überfällige Sanierung der L 195 zwischen Bilsen und Hemdingen. „Der katastrophale Zustand der Straße ist unzumutbar und eine Gefahr für die Nutzer“, ärgert sich Lehnert. Eine Sanierung noch in diesem Jahr sei machbar.

Als Damoklesschwert hänge die Änderung des kommunalen Finanzausgleichs nicht nur über der Gemeinde Bilsen, berichtete Lehnert weiter. „Es kann nicht sein, dass wir erfolgreich sparen und das Ersparte wird uns durch für uns negative Gesetze wieder weggenommen“, so Lehnert. Noch stehe Bilsen finanziell gut da. „Durch Sparen und Einnahmen ohne Steuererhöhungen haben wir jetzt kein Kassendefizit mehr – im Gegenteil, wir zählen 5000 Euro plus und können Geld für Zukunftsinvestitionen zurücklegen“, so Lehnert.

Wie etwa für die Erneuerung der Kanalisation, die 2015 erfolgen soll. Bis dahin werde repariert. „Wir verhandeln mit der Stadt Quickborn, die dann die laufenden Wartungsarbeiten übernehmen kann – Quickborn hat das nötige Know-How“, so Lehnert.

Ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit der Eulenstadt soll der nächste Schritt betreff schnelles Internet erfolgen. „Mein Vorgänger hatte bereits für Bilsen und Langeln das schnelle Internet eingeführt, wir wollen in Zusammenarbeit mit Quickborn das superschnelle Internet einrichten“, so Lehnert.

Sorgen bereiten ihm indes die hohen Verwaltungskosten der Gemeinde: „Wir zahlen 265 000 Euro Kreisumlage und 140 000 Euro Amtsumlage, das sind mehr als 40 Prozent unserer Gemeindeeinnahmen von insgesamt 850 000 Euro“, rechnete er vor. Umso mehr freue es ihn, dass die Gemeinde mit der Umstellung der Dorfbeleuchtung auf Energiesparlampen pro Jahr 8000 Euro einspare.

Lehnert bedankte sich auch bei dem „Flaggschiff“ der Gemeinde, der Freiwilligen Feuerwehr, und lobte: „Wir haben hervorragend ausgebildete und motivierte Feuerwehrleute, so dass auch die Bilsener Wehr 2013 zum einwöchigen Einsatz zwecks Flutbekämpfung in den Kreis Stendal in Sachsen-Anhalt gerufen wurde.“

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erstellt am 14.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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