Ellerau : Bibi Maaß zieht in den „Zickenkrieg“

Bibi Maaß  sorgte mit einer Mischung aus Spott und  Selbstironie für gute Stimmung.
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Bibi Maaß sorgte mit einer Mischung aus Spott und Selbstironie für gute Stimmung.

Premiere des neuen Programms in Kramers Gasthof.

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02. Juli 2015, 16:30 Uhr

Schon die Geräuschkulisse in Kramers Gasthof in Ellerau ließ erahnen, dass hier Frauen unter sich waren. Der Anlass: Die Entertainerin Bibi Maaß aus Quickborn hatte zu einem ihrer „Mädelsabende“ eingeladen. Dabei nahm sie fiktive weibliche Charaktere wie Aschenputtel, Neidi-Heidi, Miese-Petra, Gerüchte-Gerda und Plapper-Liese auf die Schippe. „Ganz ehrlich, ihr habt doch alle eine kleine Macke“, sagte Maaß zu den etwa 250 Frauen, die deshalb aber nicht beleidigt waren.

Schließlich nahm Maaß bei der Premiere ihres neuen Programms „Zickenkrieg“ die kleinen und großen Spleens von Frauen mit viel Spott und Humor ins Visier – und holte ihr Publikum gleich mit ins Boot. „Ich bin gekommen, um mit euch allen in den Zickenkrieg zu ziehen“, sagte Maaß, deren direkte Art bei den Besucherinnen seh- und hörbar gut ankam. „Tratschen ist gesund und wer sich von mir auf den Schlips getreten fühlt, soll nicht herkommen. Ich lasse mir das Lästern nicht verbieten“, betonte die Entertainerin – und erntete dafür lautes Gelächter und tosenden Applaus.

Besonders als Maaß von ihrem Familienleben erzählte, fühlten sich viele an eigene Erfahrungen erinnert. „Ich lebe mit meinem Sohn und meinem Mann zusammen. Ich würde es aber eher eine altersgemischte Wohngemeinschaft nennen“, berichtete Maaß. Doch wenn es darum ginge, einen Schuldigen zu finden, sei dies schnell geschehen. „Ich bin an allem schuld. Ich habe auch Kennedy erschossen.“

Viel zu lachen hatten die Frauen in Kramers Gasthof. (Foto: Hofmann)
Viel zu lachen hatten die Frauen in Kramers Gasthof. (Foto: Hofmann)
 

Auch die Plapper-Liese stellte die Quickbornerin humorvoll dar. „Das ist diejenige, die bei der Verteilung der Intelligenz nicht früh genug ‚hier‘ geschrien hat und nie etwas Interessantes sagt. Trotzdem hat sie immer was zu sagen“, erklärte Maaß.

Dabei frage sie sich selbst, ob sie nicht vielleicht auch eine Plapper-Liese sei. „Mein Mann hat ein Schweigegelübde abgelegt. Irgendjemand muss doch die Stille füllen“, befand Maaß. Als ebenfalls nervig empfindet sie die Kleinlaut-Karina: „Sie ist die Mutter Teresa der Salatbüfetts.“ Bei Nachbarschaftsfesten mache sie gleich alle Salate und räume danach auch noch allein alles auf. „So ein bisschen steckt auch sie in jedem von uns“, betonte die Entertainerin, deren „Zickenkrieg“ weitergeht. Ihr Publikum wird es ihr danken.

Der „Zickenkrieg“ in Ellerau geht in die zweite Runde. Am Donnerstag, 9. Juli, kommt Bibi Maaß noch einmal in Kramers Gasthof. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass bereits ab 18.45 Uhr. Karten können per E-Mail unter bibimaa@gmx.de bestellt werden. Weitere Infos gibt es im Internet. www.bibi-maass.de
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