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20.000 Euro Kosten : Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sozialausschuss stimmt für Gutachten über Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung bis 2030. Kosten: 20.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Quickborn | Quickborn soll in die Zukunft blicken. Darüber herrschte am Dienstagabend Einigkeit im Ausschuss für Kinder, Jugend und Soziales. Die Mitglieder stimmten für ein Gutachten über die Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung bis zum Jahr 2030 und empfehlen dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, es ihnen gleichzutun. Die Untersuchung soll Informationen zur Bevölkerung, Alters- und Erwerbsstruktur sowie Wohn- und Infrastruktur liefern, aber auch Probleme aufdecken sowie Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. „Wir können sie auch gut gebrauchen, um den Bedarf an Schulen und Kitas zu ermitteln“, betonte die SPD-Fraktionsvorsitzende Astrid Huemke. Die Kosten belaufen sich auf etwa 20.000 Euro.

„Es bietet sich mal an, eine Zwischenbilanz nach sieben Jahren zu ziehen“, sagte Fachbereichsleiter Carsten Möller. 2006 habe die Stadt 800 Bewohner weniger gehabt. Damals war in einem Gutachten ein Anstieg von 600 bis 1000 Bewohnern bis zu diesem Jahr vorausgesagt worden. „Mit 800 liegen wir genau in der Mitte“, sagte Möller und ergänzte: „Wir haben durch die zunehmende Bautätigkeit sowie die Verdichtung von Bestandsimmobilien deutliche Zuwächse gehabt.“

Hinsichtlich des Projektstarts herrschte Uneinigkeit unter den Politikern. Hauptgrund: die unkalkulierbaren Flüchtlingszahlen. So sagte etwa Bernd Weiher (CDU): „Ich finde es richtig und wichtig, so eine Untersuchung durchzuführen, aber wir müssen die steigende Zahl an Flüchtlingen mit berücksichtigen.“ Die Entwicklung sei von der Gemeinde nicht zu beeinflussen, da die Zuweisung durch das Land erfolge. Weiher schlug vor, das Thema im Oktober oder November erneut auf die Tagesordnung zu setzen, da er für die kommenden zwei Monate Entscheidungen von der Bundesregierung erwarte, „die auch Einfluss auf uns vor Ort haben“, sagte er.

„Wir können den Zuzug von Flüchtlingen nicht einschätzen und steuern. Ich denke nicht, dass wir später andere Erkenntnisse hätten“, mahnte die Ausschussvorsitzende Annabell Krämer (FDP). Auch Niko Mitroulis (CDU) äußerte seine Bedenken: „Es ist für mich wie der Blick in die Glaskugel. Ich habe Zweifel an der Aussage, die die Studie bringt.“

Am Ende schlugen Möller und Krämer vor, das Gutachten politisch auf den Weg zu bringen – das Unternehmen „Kramer – Büro für angewandte Systemwissenschaften in der Stadt- und Gemeindeentwicklung“ aber erst ab dem 1. Dezember damit zu beauftragen.

Der Vorschlag fand die einstimmige Befürwortung der Ausschussmitglieder. Die erwarteten Flüchtlingszahlen sollen als eigenes Szenario in das Gutachten einfließen. Die finanziellen Mittel für diesen Blick in die Zukunft sind laut Fachbereichsleiter Möller bereits im Haushalt 2015 eingeplant und stehen direkt zur Verfügung.

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