Quickborn : Beurteilung: Zwei minus für das Freibad

Vielen Besuchern ist die Wassertemperatur im Quickborner Freibad zu niedrig.
Vielen Besuchern ist die Wassertemperatur im Quickborner Freibad zu niedrig.

Die DLRG Quickborn stellt Ergebnisse ihrer Umfrage vor.

von
06. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Es ist ein Klasseergebnis: Im Zuge einer Umfrage der Quickborner DLRG benoten die Befragten das Quickborner Freibad im Durchschnitt mit einer Zwei minus. Die DLRG hat im September während des Eulenfests zum DLRG- und Freibad-Check aufgerufen. Sieben Wochen lang konnten Schwimmfans wie Schwimmmuffel an der Online-Umfrage teilnehmen. Die drei Kernthemen lauteten: die Einstellung zum Thema Schwimmen allgemein, die Meinung zur DLRG in Quickborn, und die Bewertung des örtlichen Freibades.

„Wir waren schon von der guten Gesamtnote überrascht. Das mag aber auch daran liegen, dass die zentrale Lage, die Wasserqualität und die Größe der Anlage für uns über die Jahre so selbstverständlich geworden sind“, sagt Kai Jacobsen von der DLRG.

Das seien zwar beständige Werte des Quickborner Freibades. Es gebe aber auch viele Details, die extrem verbesserungsfähig seien, wie der Parkplatz, das alte und kalte Gebäude, die sanitären Anlagen oder die Angebote für kleine Kinder. „Es macht keinen Sinn, ein Schwimmbad alle 20 bis 30 Jahre zu sanieren und sich in der Zwischenzeit auf dem erreichten Stand auszuruhen“, sagt er.

„Die viel beschworene Familienfreundlichkeit des Bades wird von der kühleren Wassertemperatur – im Vergleich zu den Nichtschwimmerbecken anderer Bäder – und dem nicht besonders kindgerechten Planschbecken getrübt“, führt Jacobsen weiter aus.

Weitere Erkenntnisse: Bei den Öffnungszeiten wünschen sich die Befragten Verlässlichkeit. Die ewige Diskussion über den Erhalt des Quickborner Freibades stößt auf großen Unmut unter den Befragten.

„Bemerkenswert finden wir, dass die Verantwortung für die Schwimmfähigkeit der Kinder durchaus bei den Eltern gesehen wird. Die Frage ist hier jedoch, ob die Eltern dieser Verantwortung auch nachkommen können“, führt er aus. In Quickborn würden die Eltern mit dieser Aufgabe alleingelassen, da in den Schulen so gut wie keine Schwimmausbildung stattfinde, sagt er.

Aus der Umfrage erkenne die DLRG auch einen hohen Bedarf an Training und Kursen für Erwachsene. Jacobsen: „Diese Zielgruppe decken wir derzeit nicht ausreichend ab.“ Sein abschließendes Fazit: Das Quickborner Freibad brauche aus Sicht der DLRG ein positives Marketing. „Im Marketing geht es nicht nur um die Vermarktung, sondern auch um die Produktentwicklung. So gesehen ist die DLRG-Umfrage auch ein Beitrag im Sinne des derzeit laufenden Stadtmarketingprozesses.“

Die Umfrage der Quickborner DLRG bestand aus 23 Fragen.182 Freiwillige aus Quickborn und Umgebung im Alter zwischen 12 und 88 Jahren nahmen sich die Zeit für eine Beantwortung. Das Durchschnittsalter lag bei 37,2 Jahre. Unter den Befragten befanden sich sowohl 24 Prozent, die mehrmals pro Woche schwimmen gehen, als auch 17 Prozent, die sich nur ein bis drei mal im Jahr ins kühle Nass stürzen. 82 Prozent stimmten der Aussage zu, dass die Verantwortung für die Schwimmfähigkeit der Kinder durchaus bei den Eltern gesehen wird. 62 Prozent würden die DLRG an ihren besten Freund/ihre beste Freundin empfehlen, wenn es darum geht, wo Kinder schwimmen lernen können. 86 Prozent sind klar der Meinung, dass das Schwimmbad zur Grundversorgung durch die Stadt gehört. Im Durchschnitt wird eine Kinder-Tageskarte mit 1,89 Euro (aktuell 1,20Euro) und eine Erwachsenen-Tageskarte mit 3,45 Euro (aktuell 3,50 Euro) als angemessen empfunden.Die Auswertung steht unter www.quickborn.dlrg.de/umfrage
zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen