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Quickborner Tageblatt

20. September 2017 | 18:44 Uhr

Bauarbeiten auf Herbst verschoben

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ärger Bönningstedter Bolzplatz nicht bespielbar

Noch Anfang des Jahres waren die Bönningstedter Politiker guter Dinge: In den Sommerferien sollte der Bolzplatz an der Grundschule komplett erneuert werden (unsere Zeitung berichtete). Doch jetzt sind die Sommerferien vorbei und der Platz erstrahlt nicht wie erwartet in neuem Glanz mit einem Gummipflasterfeld.

„Leider wurden die Baumaßnahmen nicht wie geplant in den Ferien ausgeführt“, erklärte Stefan Kiel (BWG) sichtlich enttäuscht während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur, Jugend und Senioren. Noch im Mai dieses Jahres habe er sich bei der Verwaltung nach dem Stand erkundigt. „Da sah noch alles gut aus“, sagte der Ausschussvorsitzende Kiel. Vor den Sommerferien habe er noch einmal nachgefragt, jedoch keine Antwort erhalten. „Ich persönlich hätte mir eine frühere Info gewünscht. Jetzt bleibt uns nichts anderes übrig, als auf die Herbstferien zu warten“, sagte Kiel weiter.

Laut Verwaltung gibt es für die Verschiebung der Bauarbeiten drei Gründe: „Der Grund liegt in der zurückliegenden schlechten Personalsituation im Fachbereich Tiefbauten und Kommunalbetriebe. Personalweggang, Elternzeit und Urlaubszeit haben in Kombination zu einer akuten Unterbesetzung geführt.“ Außerdem sei ein Notfall in Hasloh dazwischengekommen. Dort sei ein Regenwasserkanal eingebrochen, und damit einhergehend sackte die Oberfläche ab. „Neben dem Tagesgeschäft blieb keine Zeit, die anstehenden Baumaßnahmen zu bearbeiten“, heißt es von Seiten der Verwaltung. Als dritten Grund nennt sie die fehlgeschlagene Suche nach einem geeigneten Ingenieur-Büro: „Durch die aktuell sehr gute Auftragssituation im Baugewerbe sind die in Frage kommenden Büros stark ausgelastet.“

Besonders aufgebracht über die Situation war Rolf Lammert (CDU), der nicht an der Sitzung teilnahm. „Was hat der Notfall in Hasloh mit unserem Bolzplatz zu tun?“, fragte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Gemeinde habe für die Maßnahmen alles vorbereitet, die finanziellen Mittel seien bereitgestellt worden. „Wir haben alle Anforderungen erfüllt“, bekräftigte Lammert. Das Verfahren der Verwaltung sei eine Farce. Die Gründe sind für Lammert „an den Haaren herbeigezogen“. „Ich bin stinksauer über dieses Verfahren.“ Er bezweifelt, dass die Arbeiten in den Herbstferien fertiggestellt werden können. „Was in sechs Wochen nicht passiert ist, soll jetzt in zwei Wochen gemacht werden?“

Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG) informierte sich bei der Verwaltung über die weitere Verfahrensweise. „Die großen Baufahrzeuge benötigen zwei Wochen. Also wird das nicht mit dem Schulbetrieb kollidieren“, erklärte er. Die weiteren Arbeiten würden mit einem Bauzaun abgesperrt.

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