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Quickborner Tageblatt

18. November 2017 | 03:58 Uhr

Helenenhof : Bass-Klänge auf dem Dachboden

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Saitenvirtuosen Alexander Suslin und Vladimir Botchkovskiy sind in Renzel und huldigen Appener Komponistin.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 16:20 Uhr

Quickborn | Der Kontrabassist Alexander Suslin gehört zur führenden Riege der Musiker, die sich um die Interpretation zeitgenössischer Musik verdient gemacht haben. Nun kommt er nach Quickborn und setzt morgen die Reihe der Konzerte auf dem Dachboden des Helenenhofs in Renzel fort. Beginn ist um 18 Uhr. Ehrengast ist die Komponistin Sofia Gubaidulina (kleines Foto).

Der 46 Jahre alte Suslin ist ein Unermüdlicher, der auf Konzertreisen um die Welt insbesondere die Werke zeitgenössischer Komponisten bekannt und populär macht, gleichzeitig aber auch die Musik verstorbener Meister interpretiert. Er gehört mehreren Esembles an, hat Kammermusik gemacht und brilliert immer wieder mit seinen solistischen Fähigkeiten. Gleichzeitig gilt er als Künstler, der es immer verstanden hat, Komponisten zu inspirieren, vielleicht auch Folge seines pädagogischen und improvisatorischen Talents. Bestes Beispiel ist die jahrelange Zusammenarbeit mit der in Appen lebenden Gubaidulina. Ebenso wie Suslin, ist sie Trägerin des Kulturpreises des Kreises Pinneberg. Gubaidulina widmete Suslin eine ganze Reihe von Werken, darunter auch acht Etüden für Kontrabass, die er während des Konzertes spielen wird. Die inzwischen 86-Jährige wird während des Konzerts anwesend sein.

Außerdem stehen Werke von Giovanni Battista Borghi (1738-1796) und Paul Hindemith (1895-1963) auf dem Programm. Suslin wählte von letzterem die Sonate für Bratsche, deren Sätze so ungewöhnliche Titel wie „Breite Viertel“, „Rasendes Zeitmaß.Wild.Tonschönheit Nebensache“ und „Sehr frisch und straff“ tragen. Den Abschluss bildet die Sonate für Viola und Kontrabass von Johannes Matthias Sperger (1750-1812).

Suslin kommt nicht allein auf das Anwesen der Familie Cotterell. An seiner Seite steht der Geigenvirtuose Vladimir Botchkovskiy, ein gebürtiger Ukrainer, der bereits seit seinem siebten Lebensjahr Geige und Viola spielt. Die Atmosphäre des Konzertraums mit freiem Blick in das Gebälk ist eine besondere, die Akustik ausgezeichnet. Genau das sind die Gründe, warum sich die Konzertreihe schnell etabliert hat und immer wieder die Künstler selbst um einen Termin für einen Auftritt bitten. Da die Plätze begrenzt sind und das auch so bleiben soll, um den familiären Rahmen zu erhalten, sollten sich Interessierte einen Platz reservieren. Anfragen sind unter Telefon 04122-51365 oder 04106-626461 oder per E-Mail heiko.hiller@ t-online.de oder m.cotterell @cotterell.de möglich. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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