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Verkehr : Bahnsteig in Ellerau: Nun soll es der Minister richten

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborns FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer traf sich mit Bernd Buchholz auf dem Ellerauer AKN-Bahnsteig

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erstellt am 10.Nov.2017 | 16:15 Uhr

Ellerau | Bei einem Besuch von Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat die Quickborner FDP-Landtagsabgeordnete Annabell Krämer erneut auf die prekäre Verkehrssituation in der Bahnstraße hingewiesen und um Hilfe aus Kiel bei der Suche nach Lösungen gebeten. Buchholz sagte seine Unterstützung zwar zu, mahnte allerdings Quickborn und Ellerau, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

Der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Ellerau und Tanneneck gilt im gesamten Streckenverlauf der AKN als der komplizierteste. Viele Schranken, lange Schließzeiten, kein direkter Zugang zu den beiden Bahnsteigen von und zu den Wohngebieten südlich der Bahnstraße – Autofahrer müssen mit langen Rückstaus rechnen, Fußgänger laufen Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden.

Zumindest einen neuralgischen Punkt hätten Quickborn und Ellerau längst entschärfen können, konnten sich bislang aber nicht auf eine Finanzierung verständigen. „Wenn beiden Kommunen die Bürger wichtig sind, müssen sie schon die echte Bereitschaft haben, an der Situation etwas zu verändern. Offenbar gibt es aber zwischen Quickborn und Ellerau kein politisches Einvernehmen“, sagte der Minister während der Begehung.

Dabei gibt es durchaus Gespräche insbesondere über die Schaffung eines direkten Zugangs zum Bahnhof Ellerau auf Höhe des Ohlmöhlenwegs. „Die AKN hat diesen Zugang vor sechs Jahren einfach zugemacht und einen Zaun gezogen, ohne dass vorher jemand informiert worden ist“, sagte Quickborns SPD-Fraktionsvorsitzende Astrid Huemke. Was das Unternehmen damals mit Sicherheitsaspekten begründete, macht seitdem den Anwohnern das Leben schwer. Sie müssen einen langen Umweg durch den Tunnel bis nach Ellerau in Kauf nehmen, wenn sie zum Bahnhof wollen. Auch für Buchholz schwer nachzuvollziehen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das mehr als zwei Mal macht“, sagte er.

Bei dem Ortstermin mit Bernd Buchholz und Annabell Krämer (beide FDP) ging es vor allem um die AKN.
Bei dem Ortstermin mit Bernd Buchholz und Annabell Krämer (beide FDP) ging es vor allem um die AKN. Foto: Claudia Ellersiek
 

Vor allem Quickborn wünscht sich deshalb einen gesicherten Übergang. Kontakt zum Landesbetrieb Verkehr (LBV) gibt es bereits. Von dort wurde die Übernahme der Planungskosten in Aussicht gestellt, wenn Quickborn die Baukosten übernimmt. Im Raum stehen 170.000 Euro, die die Stadt nicht allein tragen möchte.

Seitdem wird in Ellerau über eine Beteiligung diskutiert, eine Entscheidung gibt es bislang nicht. Grund sind einmal mehr atmosphärische Störungen im Verhältnis der beiden Kommunen. Dabei geht es nicht zuletzt um unerfüllte Ellerauer Wünsche wie den nach einer Quickborner Zustimmung zur Erweiterung eines Discounters.

Ein Sicherheitsrisiko gibt es auch am Bahnhof Tanneneck. Hier fehlt ebenfalls ein sicherer Überweg über die Bahnstraße. Bisher muss eine Lücke im dichten Verkehr suchen, wer auf die andere Seite und damit in die Heider Wohngebiete möchte. Die Lösung könnte nach Ansicht Krämers eine Fußgängerampel sein, die aber wegen Platzmangels auf dem schmalen Bürgersteig nur aufgestellt werden kann, wenn die Fahrbahn verschwenkt wird. Und so stellte der Gast aus Kiel auch prompt die alles entscheidende Frage: „Wo kann man hier eine Lichtzeichenanlage so aufstellen, dass die Fußgänger noch sicher stehen können?“

 Bei der Suche nach einer Antwort wünscht sich Buchholz eine enge Zusammenarbeit von Quickborn und Ellerau. „Ich kann das kommunalpolitische Problem nicht lösen, aber es ist vielleicht sinnvoll, die beiden Bürgermeister und den Landesbetrieb zusammenzubringen und nach einem Weg zu suchen.“ Das wolle er in die Wege leiten.

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