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Ein Stück lebendige Stadtgeschichte : Ausstellung über die Historie der Bundesstraße 4

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Das Quickborner Rathaus zeigt interessante und informative Ausstellungsstücke zur Geschichte der Straße.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2015 | 12:30 Uhr

Quickborn | Marion Walerowicz wohnt an der Kieler Straße 7 in Quickborn. So weit nichts Ungewöhnliches. Allerdings ist ihr Haus, in früheren Zeiten einmal die Heimstatt der Quickborner Straßenwärter, fotografischer Teil einer Ausstellung, die seit gestern im Rathaus-Foyer der Eulenstadt zu sehen ist. „Die Chaussee Altona – Kiel – Die erste Kunststraße in Schleswig-Holstein“ ist eine Schau des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB), die aus dem gleichnamigen Buchprojekt entstanden ist, das sich der Geschichte der heutigen Bundesstraße 4 widmet.

Walerowicz ist eine Enkelin von Rudolf Wähling, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 25 Jahre lang Straßenmeister in Quickborn. Ein schwarz-weißes Bild zeigt sie zusammen mit ihrem Großvater und der Großmutter Anna vor deren Haus. Bilder wie diese sind es, die die Geschichtsrächtigkeit der ab 1832 innerhalb von drei Jahren fertiggstellten Verbindung von Altona nach Kiel vermitteln. Das bestätigte Holger Gerth, Landesbeauftragter für Naturschutz und zugleich SHHB-Vorstandsmitglied: „Der Heimatbund hat drei Schwerpunkte: Kultur, Natur und Geschichte – das passt hier bestens zusammen.“

Als Beispiele führte Gerth Mauthäuschen und Landgasthöfe, die Begrünung entlang der Route und die Menschen, die an und mit der Straße lebten und arbeiteten, ins Feld. „Ohne Heinrich Kautzkys Engagement hätten wir die Ausstellung hier nicht hinbekommen“, richtete Gerth seinen Dank an Autor Kautzky, der gemeinsam mit Burkhard von Hennings das 312 Seiten starke und mit 333 Abbildungen versehene Buch geschrieben hat. Darin stammt ein Beitrag mit Quickborn-Bezug von Irene Lühdorff von der Quickborner Geschichtswerkstatt, die über den früheren Posthof geschrieben hat.

Wer sich für das Thema interessiert, der sollte sich den 4. November vormerken. Dann werden Kautzky und von Hennings im Artur-Grenz-Saal ihren Vortrag „Die Chaussee Altona – Kiel: Verkehrsader, Denkmal, Biotop“ halten.

Und die Autoren zeigen sich offen für Fotos, Fakten, Anekdoten und Erzählungen über eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen des Landes im 19. Jahrhundert. „Wir wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen“, betont Kautzky. „Aber auch mit der Gemeinde. Denn wir wollen schauen, wo wir die Straße wieder zu einer Allee machen können.“

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