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Altes Spielzeug wiederentdeckt : Ausstellung des Bönningstedter Heimatvereins im Alten Rektorhaus

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Ausstellung lässt Erinnerungen wieder wach werden. Zahlreiche Leihgaben wurden zur Verfügung gestellt.

Quickborn | Weihnachten im Alten Rektorhaus hieß es am Sonntag wieder in Bönningstedt. Dafür hatte der Arbeitskreis „Einrichtung und Ausstellung“ unter der Leitung von Karin Kelch liebevoll altes Spielzeug, Weihnachtsschmuck und andere weihnachtliche Ausstellungsstücke zusammengetragen.

Einwohner aus Ellerbek, Hasloh, Bönningstedt und Norderstedt stellten Liebhaberstücke zur Verfügung. Einige der Highlights: Ein Schuco-Teddy, der mithilfe eines Mechanismus’ nicken oder den Kopf schütteln kann, ein. 100 Jahre altes Puppenbett aus Metall, ein in Sütterlinschrift handgeschriebenes und mit feinen Zeichnungen versehenes Kinderliederheft sowie handgeschnitzte schaurige Kasperpuppenköpfe aus der Zeit um 1930.

Natürlich durften auch Puppenstube, Kaufmannsladen und Stabilbaukasten nicht fehlen. Viele Besucher erkannten in den Ausstellungstücken das Spielzeug aus Kindertagen wieder. So wie Anke Rohwer-Landberg (BfB). Die stellvertretende Bürgermeisterin von Bönningstedt dachte beim Blick auf den Stabilbaukasten an ihre Kindheit. Die Jungs ließen sie zwar mitspielen, aber einen eigenen Kasten bekam sie nicht. Als Mädchen hatte sie damals mit Puppen zu spielen. Die kleine Schubkarre mit Torf erinnerte sie an die große, mit der Vater und Großvater in ihrer Heimat Mittelholstein unterwegs waren. Rohwer-Landberg lobte die Ausstellung: „Sie wurde mit viel Aufwand, Fleiß und Engagement gemacht.“ Gretel Stamer, die mit ihrem Mann Heinz gekommen war, erkannte zwei kleine Puppen aus Kinderzeit wieder. Zu Hause habe sie noch einen 55 Jahre alten Teddy und alte Fotos von Weihnachtsfesten.

Rund um die Ausstellung gab es Programm, unter anderem wurde gemeinsam gesungen. Eine Luftballonkünstlerin zauberte Figuren und Margit Möller las eine Weihnachtsgeschichte vor: Darin will der fürchterliche Räuber Maria erschrecken, die auf die Rückkehr von Josef wartet und wird von ihr zum Guten bekehrt.

Gegen den Hunger waren selbstgebackene Kuchen, aber auch Schmalzbrote, Kartoffelsuppe und Würstechen im Angebot. Auch „Lumpensuppe“ war zu kosten: Einst wurden so die Essensreste der Woche verarbeitet. Reiner Knickmeier aus Winzeldorf – die Grenze zwischen Winzeldorf und Bönningstedt verlief einst mitten durch das Alte Rektorhaus – hatte sich als Koch dafür extra in ein altes Kostüm geworfen. Zahlreiche Bönningstedter und Besucher aus den umliegenden Orten waren im Lauf des Nachmittags zu Gast – um zu schauen, zu essen und um ausgiebig über früher zu klönen.

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erstellt am 08.Dez.2015 | 10:06 Uhr

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