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Zoff in Ellerau : Aus für die Fraktion von CDU und FDP

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Völlig entzweit: Die drei Gemeindevertreter Schröder, Bihl und Kwoll streiten sich um Personalien und Anträge.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Das ging nicht lange gut: Der CDU-Gemeindevertreter Rolf Schröder  hat seinen Austritt aus der CDU/FDP Fraktion Ellerau erklärt. Mit seinem ehemaligen Fraktionskollegen Hans Bihl (FDP) geht Schröder hart ins Gericht: „Er hat sich geweigert, Personalien und weitere Anträge aus dem Kommunal-Wahlprogramm der CDU Ellerau weiterzuleiten“, erklärt Schröder.

Auch der CDU-Gemeindevertreter Karl Maria Kwoll hat mit Bihl seine Probleme: Noch vor der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung war er aus der CDU-Fraktion ausgetreten, weil er verärgert darüber war, dass Bihl Vorsitzender der neu gegründeten CDU/FDP-Fraktion wurde. Diesen Posten wollte Kwoll selbst übernehmen. Jetzt allerdings weigere sich Kwoll, eine CDU Fraktion neu zu bilden, so Schröders Vorwurf. „Kwoll schadet der CDU sehr“, sagt er.

Bihl nahm zu den Vorwürfen Stellung: So habe Schröder einen Posten in einem Fachausschuss mit einer völlig Unbekannten neu besetzen wollen. „Diese Personalie wurde weder mit den Betroffenen geschweige denn mit der Fraktion besprochen“, erklärt Bihl. Die ständigen Alleingänge von Schröder auch bei Anträgen sowie das Ignorieren sämtlicher Verabredungen machten eine kooperative Fraktionsarbeit nahezu unmöglich. „Er ist nicht teamfähig“, lautet Bihls Fazit.

Schröder zeigt sich enttäuscht: „Damit hat die CDU Ellerau keinen Anspruch auf Sitze für bürgerliche Mitglieder in den Ausschüssen. Die bisherigen Sitze gehen an die übrigen Fraktionen.“

Die Ellerauer CDU hat nun zwei fraktionslose Mitglieder in der Gemeindevertretung, die FDP einen fraktionslosen Vertreter. „Die Idee war, durch eine dreiköpfige Fraktion mehr Einfluss auf die Kommunalpolitik zu nehmen“, so Schröder. „Sollte es zur Neubildung einer CDU-Fraktion kommen, werden wir eine neue Sitzverteilung beantragen“, betont Schröder.

Doch dass es so kommt, ist unwahrscheinlich: „Schröder ist ein rechthaberischer Mensch. Man kann mit ihm nicht gemeinsam arbeiten. Aber mit Bihl gehe ich auch nicht zusammen. Das haut nicht hin“, sagt Kwoll.

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