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Quickborner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:27 Uhr

Aus der Traum von Tempo 30

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn | Sie haben argumentiert, dutzende Infozettel an die Anwohner verteilt und viele Unterschriften gesammelt. Doch es hat nichts genützt. Die Initiative, die sich für Tempo 30 auf der Quickborner Marktstraße stark gemacht hat, ist gescheitert. "Ich bin unter Beteiligung der Polizeidirektion Bad Segeberg und des Landesbetriebes Verkehr und nach Prüfung der Kriterien zu dem Ergebnis gekommen, dass weder für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone noch für die Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer ausreichende Gründe vorliegen", sagt Hermann Gebert (Foto), zuständig für Verkehrsangelegenheiten bei der Stadt Quickborn. Die Betroffenen wurden gestern per Brief über die Ablehnung ihres Antrags informiert.

Wie berichtet, hatte sich im August 2012 eine Initiative gegründet. Die Anwohner beklagten, dass die Marktstraße von etlichen Verkehrsteilnehmern offensichtlich als Rennstrecke genutzt wird. Sie postulierten deshalb folgende Ziele: Die Einrichtung einer Tempo 30-Zone idealerweise auf der Quickborner Marktstraße (L 76), mindestens aber in Höhe Haus Nummer 34 bis zur Ampel Kieler Straße. Auch in umgekehrter Richtung. Sei das nicht realisierbar, so fordert die Initiative alternativ den Einsatz von Flüsterasphalt. "Eine stationäre Radar- und Blitzanlage - egal, ob Tempo 30 oder 50 - muss auf jeden Fall her", hieß es in dem Schreiben, das Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) im Oktober 2012 im Rathaus übergeben wurde.

Das aktuelle Gutachten kommt zum Schluss, dass sich Tempo-30-Zonen nicht auf Vorfahrtsstraßen wie der L 76 befinden dürfen. Auch um eine Geschwindigkeitsbegrenzung durchzusetzen, müssen bestimmte Kriterien wie eine erhöhte Unfallrate erfüllt sein. "Nach Auskunft der Polizeidirektion Bad Segeberg trifft das nicht zu", so der Verkehrsexperte der Stadt Quickborn. Auch ein Tempolimit aus Lärmschutzgründen käme nach einer Messung nicht in Betracht: "Die geforderten Lärmwerte laut Richtlinien der Straßenverkehrsordnung liegen nicht vor", führt Gebert aus.

Eine kleine Hoffnung gibt es allerdings noch für die Anwohner: die Installation einer stationären Blitzanlage. Aber eine endgültige Aussage, so Gebert, vom Fachdienst Straßenbau und Verkehrssicherheit des Kreises Pinneberg gebe es noch nicht.

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