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Bürgermeisterwahl in Quickborn : Auch die FDP will mitmischen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Vorsitzende Friederike Rübhausen kündigt Nominierung eines Kandidaten an.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2015 | 14:00 Uhr

Quickborn | Diese Nachricht hat sich Friederike Rübhausen bis zum Schluss aufgehoben. „Wir sehen es als unsere Pflicht, eine Alternative für die Wahl des Bürgermeisters zu stellen“, sagt die 41-Jährige, seit Juli Vorsitzende der FDP Quickborn. Damit sind die Liberalen die erste Partei in der Eulenstadt, die offiziell verkündet, Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) im nächsten Jahr Konkurrenz machen zu wollen. Köppls zweite Amtszeit als Quickborner Verwaltungschef endet am 31. Oktober 2016.

„Die Entscheidung darüber, dass wir einen Kandidaten aufstellen werden, ist gefallen“, schiebt Rübhausen nach. Ob auch bereits feststeht, wer dieser Kandidat ist – diese Nachfrage beantwortet die FDP-Vorsitzende mit einem Lächeln, ehe sie sagt: „Es dauert nicht mehr lange, bis Sie es erfahren.“ Thema erledigt. Zumindest vorerst.

Einen Mann oder eine Frau aus den eigenen Reihen an der Spitze der Verwaltung zu haben, ist ein Ziel. Ein anderes ist es, das Profil der Partei zu schärfen. „Wenn wir einen Kandidaten stellen, werden wir in Quickborn ganz anders wahrgenommen werden“, ist sich Rübhausen sicher. Mit der FDP präsent zu sein, das hat sie sich für die zwei Jahre bis zur nächsten Vorstandswahl auf die Fahnen geschrieben. „Ich finde es wichtig, dass wir als aktiver Ortsverband wahrgenommen werden“, sagt Rübhausen. Dazu zählt für sie vor allem eine „verbesserte Öffentlichkeitsarbeit“, auch mit Ständen auf dem Wochenmarkt. „Die sind immer wichtig, nicht nur kurz bevor Wahlen stattfinden“, findet Rübhausen.

Bürger von der FDP zu überzeugen ist ein erhoffter Effekt, die Steigerung der Mitgliederzahlen ein zweiter. „Wir sind jetzt 21 im Ortsverband – da ist noch Luft nach oben“, erklärt Rübhausen, die betont, dass jeder willkommen sei, sich an den Sitzungen der neunköpfigen FDP-Fraktion zu beteiligen. „Wir setzen niemanden unter Druck, in die Partei einzutreten“, sagt sie schmunzelnd – und wirbt: „Die FDP hier hat Potenzial, wir sind eine junge Fraktion. Kommunal ist der kurze Weg: Man kann vor Ort mitentscheiden und etwas verändern.“

Parteieintritt im Januar 2013 

Sie selbst fand den Weg in die Politik Ende 2012, ehe sie im Januar 2013 in die Partei eintrat. Die politische Vorprägung hatte sie, die in Marl/Kreis Recklinghausen aufwuchs. „Mein Vater war im CDU-Vorstand aktiv“, berichtet Rübhausen. Dass ihre Partei die FDP wurde, war das Ende einer Entwicklung, die nach ihrem Umzug von Köln nach Quickborn 2006 einsetzte. „Da war gerade das Thema Umzug der Goethe-Schule ins Schulzentrum Süd aktuell“, erinnert sich Rübhausen. „Darüber habe ich mich schon damals aufgeregt. Gymnasiasten und Grundschüler auf einem Schulhof – das finde ich einfach nicht gut.“ Außerdem sei zu wenig Platz für alle Kinder und Jugendlichen, die dort beschult werden sollen.

In dem Thema fand sie sich wieder, „persönliche Kontakte“ gaben schließlich den Ausschlag die Arbeit in der FDP. So waren es die Freien Demokraten, die als einzige Quickborner Partei versuchten, die politischen Beschlüsse rückgängig zu machen. „Das Thema wird uns weiter beschäftigen, ebenso wie die Sanierung der Waldschule, die auf uns zukommt“, kündigt Rübhausen an. Als FDP-Vorsitzende und Mitglied des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit werde Schulpolitik ein Hauptthema bleiben, sagt Rübhausen, denn: „Die Schullandschaft in Quickborn verschlechtert sich.“ Unter Rübhausens Vorsitz wird die FDP dagegen an arbeiten. Ab Herbst 2016 vielleicht auch mit „ihrem“ Bürgermeister.

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