Quickborn : Auch die FDP kämpft für die Goetheschule

Die Partei plädiert wie auch die Eltern für eine Standort-Sanierung.

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13. Mai 2015, 16:00 Uhr

Quickborn | Im Kampf um den Erhalt der Goetheschule springt die Quickborner FDP-Fraktion dem Schulelternbeirat bei. In einer Pressemitteilung forderten die Liberalen nun eine Gegenüberstellung der Kosten, die für eine Sanierung des aktuellen Standorts sowie für die Sanierung des Schulzentrums Süd anfallen. Dorthin, in die Räumlichkeiten der ehemaligen Realschule Heidkamp, soll die Goetheschule laut Beschluss der Ratsversammlung aus dem Jahr 2006 umziehen.

In der gemeinsamen Mitteilung konstatieren Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer und die stellvertretende Ortsvorsitzende Friederike Rübhausen: „Die Fraktionen der CDU und der SPD halten an diesem Beschluss fest, während die FDP bereits im Jahr 2013 den Antrag stellte, den Beschluss aufzuheben.“ Denn aus Sicht der FDP sprechen gute Gründe gegen den Umzug und für den Verbleib, unter anderem der „Erhalt der geschützten Umgebung“, die „besseren Lichtverhältnisse“ und „keine Gefährdung durch die Bundesstraße 4“.

„Die Argumente für den Erhalt sind überzeugend und ich kann es nicht nachvollziehen, dass ein solches Projekt in Zeiten knapper Kassen gegen jegliche Vernunft durchgezogen werden soll“, sagt Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer. Außerdem hätten sich die Verhältnisse seit 2006 geändert.

Deshalb drängt die Politikerin auf eine Neubewertung der Situation. „Die Verwaltung hat mittlerweile die Kosten für eine zweizügige Sanierung der Goetheschule mit fünf Millionen Euro beziffert“, sagte die Fraktionsvorsitzende und betonte: „Jetzt fordern wir die Offenlegung der Kosten für eine Sanierung des Gebäudes der Realschule Heidkamp, unter Berücksichtigung, dass dieses Gebäude ganz von dem Elsensee-Gymnasium genutzt werden kann und das die Goetheschule an ihrem jetzigen Standort verbleibt.“

Eine Trennung der Kosten sei auch deshalb notwendig, da im Schulzentrum Süd ohne den Umzug der Goetheschule Baumaßnahmen wie ein Eingangsbereich für die Grundschule, der Umbau von Klassenräumen sowie ein zweiter Schulhof entfallen würden. „Eine Gegenüberstellung der Kosten und Einsparungen ist ein Gebot der Fairness“, unterstrich Krämer ihre Forderung.

Auf der jüngsten Ratsversammlung Ende April hatte der Elternbeirat der Goetheschule eine Liste mit Unterschriften für den Erhalt der Schule am alten Standort eingereicht und die Fraktionen gebeten, schriftlich Stellung zur Entscheidung von 2006 zu nehmen. Die Liste mit 39 Fragen schickte Ernst Stilke vor knapp zwei Wochen an die Fraktionen. Noch stehen die Reaktionen dazu aus. Nach Informationen dieser Zeitung wollen die Quickborner Parteien – bis auf die FDP – eine gemeinsame Stellungnahme dazu erarbeiten. Dem Vernehmen nach soll es die letzte sein.

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