Artisten verblüffen Publikum

Freihändig auf dem Drahtseil und das nach nur vier Tagen Training – die jungen Teilnehmer an der Zirkuswoche wussten ihr Publikum zu überraschen.
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Freihändig auf dem Drahtseil und das nach nur vier Tagen Training – die jungen Teilnehmer an der Zirkuswoche wussten ihr Publikum zu überraschen.

Das Zirkusprojekt der Quickborner Stadtjugendpflege weckt einmal mehr verborgene Talente / Zuschauer jubeln bei zwei Vorstellungen

shz.de von
21. Juli 2018, 16:26 Uhr

Es ist erstaunlich, was die jungen Teilnehmer am Quickborner Zirkus-Ferienprojekt nach nur wenigen Tagen des Trainings zu leisten vermögen. Gestern ist die zweite Einheit des Angebots der Stadtjugendpflege zu Ende gegangen, und vorher hatten die Kinder und Jugendlichen noch einmal Gelegenheit, ihr Können einem großen Publikum zu zeigen.

Von Montag bis Donnerstag probten sie Kunststücke und Clowns-Nummern, und am Abend hieß es dann endlich „Manege frei!“ in der Sporthalle am Ziegenweg. Beide Ferienprojekte waren ausgebucht. Jeweils 30 Jungen und Mädchen stürmten ins bunte Zirkuszelt, um von Eltern, Großeltern und Geschwistern mit großem Applaus begrüßt zu werden.

Jeweils rund 100 Besucher ließen sich von dem kunterbunten Spektakel verzaubern. Etwa von dem seelenruhig in der Manege sitzenden und Zeitung lesenden Clown, der nicht bemerkt, dass sich sein Kumpel mit einem prallen Luftballon hereinschleicht. Natürlich platzte der Ballon mit einem lauten Knall und jagte dem ganz vertieften Leser einen riesigen Schrecken ein. Heraus flog ganz viel Konfetti, das auf ihn herabregnete.

Und dann der blitzschnelle Wechsel: Die Jongleure waren an der Reihe. Na klar, dass manchmal ein Teil zu Boden fiel, das erhöhte die Spannung. Ein Zauberer verblüffte alle Zuschauer, weil er mit Hokuspokus ein Malbuch mit bunte Farben schmücken konnte. Das eingespielte Helferteam war ständig im Einsatz, schleppte eine große Holzkiste herein, auf der sich ein Mädchen ausstreckte. Erst verschwand sie unter einem schwarzen Tuch, dann – nach einem Zauberspruch – hob sich die Decke mit dem Mädchen, und sie wurde zu einer schwebenden Jungfrau. Zum Schluss hieß es noch einmal: „Achtung, alle wieder die Luft anhalten“. Mutige Fakire gingen mit nackten Füßen über Glasscherben und legen sich sogar mit dem Rücken auf ein scharfes Nagelbrett. Kein Wunder, dass die Zuschauer beim Finale, als alle Akteure die Manege füllten und ausgelassen tanzten, hingerissen klatschten und jubelten. Auch im 25. Jahr von Zirkus Quickbornia hat das Ferienprojekt nichts an Reiz für Schüler, Helfer und Besucher verloren. Ein Kompliment für die Projektleiterinnen Birgit Hesse, Katrin Trappberger und Natalie Schulz muss an dieser Stelle erlaubt sein.

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