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Quickborner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 22:56 Uhr

Architektur mit biblischem Tiefgang

vom

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 01:14 Uhr

quickborn | Wenn es um die katholische Kirche St. Marien in Quickborn geht, gerät Pfarrer Wolfgang Guttmann ins Schwärmen. Dann wird ihm ganz warm ums Herz: "Die architektonische Sprache der Kirche ist biblisch. Zwei Elemente finden sich hier wieder: das Wasser und das Licht". So fließt das Wasser symbolisch vom Quellstein auf dem Kirchturmplatz in die Kirche hinein zum Taufbecken. Und durch die vielen Fenster im Gebäude fällt das Licht in die Kirche und durchflutet sie. Nichts sei beim Bau des Gebäudes, an dem drei Architekten beteiligt gewesen sind, dem Zufall überlassen worden. Alles habe eine Bedeutung. Guttmann zitiert das erste Buch Genesis: "Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht."

2000 wurde das Gotteshaus eingeweiht - an der Stelle, wo seit 1953 die alte Kirche stand. Sie wurde für den Neubau komplett abgerissen. Im Vergleich zum alten Gebäude wurde das neue um 90 Grad gedreht, damit auch ein Gemeindehaus, ein Pfarrhaus und ein neuer Kirchplatz am Kurzen Kamp entstehen konnten.

"60 Jahre Kirche in Quickborn" - für die katholische Kirchengemeinde ist das jetzt ein Anlass zu feiern. Für Sonntag, 2. Juni, lädt die Kirchengemeinde zu einem Kirchweihfest ein. Der Kirchfest-Team ist bereits fleißig gewesen.

Das Programm steht: Um 9.30 Uhr geht es mit einem Festhochamt los. Die "Galerie der Erinnerungen" öffnet - hierbei handelt es sich um eine Art kleines Museum der Kirche, in dem Dokumente und liturgische Gerätschaften ausgestellt sind. Es wird ein Film über den Bau der Kirche gezeigt. Wer möchte, kann einen so genannten Lebenden Stein, versehen mit seinem Namen, in den Kirchvorplatz einsetzen lassen. Etwa wie in Hollywood auf dem Walk of Fame. Außerdem wird gegrillt. Kaffee und Kuchen gibt es auch.

Es ist ein Fest für die Gemeinde, die in die Planungen des Kirchbaus damals eng miteinbezogen worden war. "Es gab drei Wünsche: Die Jugend wollte, dass es eine schöne und helle Kirche wird und dass man ein Wir-Gefühl spürt. Die Älteren wollten, dass von der alten Kirche auch etwas in die neue übertragen würde", erinnert sich Guttmann. Alle Wünsche konnten erfüllt werden. So wurden beispielsweise die alten Fenster in die neue Kirche mit eingebaut.

Weil alle Gemeindemitglieder bei der Gestaltung des modernen Gotteshauses von Anfang an mitgenommen wurden, waren sie auch bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. 4,8 Millionen Mark hat der Bau gekostet: "Mit einer Million Mark haben sich die Gemeindemitglieder selbst beteiligt", sagt Guttmann. Die katholische Kirche in Quickborn - für ihre 2100 Mitglieder ist sie sehr wertvoll.

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