Quickborn : Ansturm aufs schnelle Internet

Die Gesichter hinter dem Projekt: Stadtwerke-Chef Panos Memetzidis (links) und Vertriebsleiter Jan Wilhelm stellen ihr neuestes Angebot vor: Ein Notrufgerät für zu Hause.
Die Gesichter hinter dem Projekt: Stadtwerke-Chef Panos Memetzidis (links) und Vertriebsleiter Jan Wilhelm stellen ihr neuestes Angebot vor: Ein Notrufgerät für zu Hause.

10.000 Kunden bereits am Telquick-Netz der Stadtwerke angeschlossen. Glasfaser-Ausbau 2015 im Gewerbegebiet Halenberg.

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23. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Schnelles Internet für alle? Experten sehen die Netzpolitik in der Bundesrepublik in den Kinderschuhen. Auf den Datenautobahnen in vielen Kommunen steht man häufig im Stau. Doch in Quickborn ist das anders: Mit Siebenmeilenstiefeln geht hier der Ausbau des Glasfasernetzes voran. „Wir sind für die Zukunft sehr gut gerüstet“, stellte SPD-Ratsherr Karl-Heinz-Marrek während der jüngsten Sitzung der Ratsversammlung klar. Niemand widersprach ihm.

Das Tochterunternehmen Telquick-Netz der Stadtwerke ist nämlich ein Erfolgsmodell. Das belegen die Zahlen: „7500 Kunden sind bereits aktiv im Telquick-Netz der Stadtwerke“, sagt Stadtwerkchef Panos Memetzidis. Und weitere 2500 Kunden angeschlossen. Das seien 50 Prozent der Einwohner von Quickborn.

April 201 1 startete das Mega-Projekt, das von der Politik zunächst skeptisch betrachtet wurde angesichts der Investitionskosten von etwa 15 Millionen Euro. Heute sind die Kritiker längst verstummt. Tausende Kilometer an Glasfaserkabel sind bereits verlegt worden: 2011 begann der Ausbau in der Marktstraße bis zum Ortsausgang Richtung Bilsen, dann gingen die Verlegearbeiten in der Pinneberger Straße und Feldbehnstraße bis Harksheider Weg weiter. 2012 war die Prophetenseesiedlung dran, 2013 die Bahnhofstraße und das Zentrum. In diesem Jahr rückten die Bagger in Quickborn-Heide an, und 2015 beginnen die Bauarbeiten am Halenberg. „Unsere Glasfasertechnik führt direkt ins Haus führt. Dadurch garantieren wir, dass sich die Downloadgeschwindigkeiten auch bei hohen Datenmengen nicht verringern“, sagt Vertriebsleiter Jan Wilhelm. Das sind bis zu 100 Megabit pro Sekunde.

Für den Ausbau und die Verlegung der Trassen ist Telquick, das Tochterunternehmen der Stadtwerke, zuständig. Der Kooperationspartner Wilhelmtel, die Telekommunikationsgesellschaft der benachbarten Stadtwerke in Norderstedt, kauft die Produkte ein und leitet das Signal an Quickborn zu den jeweiligen sogenannten Points of Presence (POP) weiter. Seit September können Quickborner Kunden HDTV-Programme empfangen. Neu ist auch der Hausnotruf. Über einen Kasten an der Fritz-Box kann eine Vertrauensperson oder gleich der Rettungsdienst alarmiert wird. www.telquick.de
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