Ansturm auf das coole Beluga-Kino

<strong>Kai Bartels (rechts) und Bernd Keichel,</strong> Betreiber des Beluga-Kinos, bieten  ihren Gästen immer die  neuesten Trends an.<foto>Erdbrügger</foto>
Kai Bartels (rechts) und Bernd Keichel, Betreiber des Beluga-Kinos, bieten ihren Gästen immer die neuesten Trends an.Erdbrügger

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12. Januar 2013, 01:14 Uhr

Quickborn | Die 100 000 Besucher-Marke wollen die beiden Kinobetreiber nächstes Jahr knacken, doch schon jetzt gibt es einen Rekord zu feiern: "2012 sind 92 000 Besucher in unser Kino gekommen. Das ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Stadt etwa 20 000 Einwohner hat und der Bundesdeutsche nur 1,6 mal im Jahr ins Kino geht", sagt Kai Bartels. Ihm gehört zusammen mit Bernd Keichel das Beluga-Kino in Quickborn. Sie übernahmen das Lichtspielhaus 2004 und schafften es, dass sich die Besucherzahl bis heute verdreifacht hat.

"Wir sind ein Familienkino", sagt Bartels. Ein Blick auf die ersten Plätze der meistgeschauten Filme im Beluga-Kino bestätigt das: Den ersten Rang belegt "Ice Age 4", gefolgt von "Ziemlich beste Freunde" und "Ice Age". Über viele Stammgäste können sich Bartels und Keichel ebenfalls freuen: "Manche kommen zweimal die Woche, und zwei Drittel der Gäste kennen wir mit Namen", sagt Bartels. Längst kommen die Besucher nicht nur aus der Eulenstadt. Das Beluga-Kino bedient auch die Bedürfnisse der Bürger nach den bunten Träumen auf der Leinwand in den Orten entlang der AKN-Linie: Bönningstedt, Hasloh, Ellerau, Eidelstedt, Schnelsen und Niendorf. Auch Norderstedter sind unter den Besuchern.

Um möglichst das Interesse eines großen Publikums zu erreichen, fahren Bartels und Keichel mehrgleisig. Technisch ist das Kino mit den vier Sälen auf dem neuesten Stand: Im Juni ist der letzte Saal digitalisiert worden, damit Zuschauer nicht nur 3 D-Filme, sondern jeden Film in lupenreiner Qualität sehen können.

Im Dezember zum Start von "Der Hobbit" der nächste Quantensprung: Das Kino wurde mit hochmoderner HFR-Technik ausgestattet, denn das Fantasy-Märchen läuft auf der Leinwand superscharf mit 48 Bildern pro Sekunde. Bei herkömmlichen Filmen sind es 24 Bilder.

Doch eine perfekte Technik reicht allein nicht aus, um die Zuschauer zu begeistern. "Da können sie auch ins Cinemaxx nach Hamburg fahren", sagt Bartels. Was Multiplexkinos schon abgeschafft haben, bietet das Beluga-Kino noch an: Auch 3D-Kino montags zum Preis von 6,50 Euro. "Wir wollen nicht in Luxusvillen leben. Das Verhältnis passt", so Bartels.

Doch er und sein Partner legen noch eine Schippe drauf: "Wir machen nicht einfach nur Kino", sagt Bartels. Mit immer neuen, pfiffigen Ideen überrascht er seine Besucher. Seien es Vier-Gänge-Menüs oder eine Spekulatius-Sahnetorte im Rahmen von Filmsondervorführungen, Live-Musik-Übertragungen oder die legendären Stripperauftritte bei der "Ladies Night" - an guten Einfällen fehlt es Bartels nicht.

Kürzlich hat er sogar die Vorführung von "Jack Reacher" kurz unterbrochen, weil ein Kinobesucher seiner Freundin einen Heiratsantrag machen wollte. "Sie hat angenommen", so Bartels.

Das alles hat sich rumgesprochen. Bartels: "Bei der Zielgruppe der 16- bis Mitte 20-Jährigen waren wir früher uncool. Im Sommer bei den Vorführungen von "Ted" standen die Jugendlichen plötzlich bis ins Treppenhaus Schlange. Da wusste ich: Jetzt sind wir cool." www.beluga-kino.de

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