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Quickborn : Ansturm auf „Aktion Christophorus“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bei der „Aktion Christophorus“ betreuen Senioren Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben. Acht Kinder stehen bereits auf der Warteliste, die Verantwortlichen suchen nach weiteren Mentoren.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Senioren kümmern sich um Jugendliche, die aufgrund ihrer häuslichen oder schulischen Situation nicht mehr allein zurechtkommen und begleiten sie auf ihrem Weg ins Berufsleben oder zum Studium – das ist die Idee hinter der „Aktion Christophorus“. „Doch die Warteliste der Kinder, die die Hilfe in Anspruch nehmen, wird immer länger“, schlägt Ingetraud Schröder von den Rotariern Alarm. Aktuell sind es acht Jungen und Mädchen, die Hilfe brauchen. „Wir suchen deshalb dringend Mentoren“, sagt die ehemalige Leiterin der Erich Kästner Hauptschule in Quickborn.

Im Juli 2009 wurde das für Deutschland einzigartige Sozialprojekt ins Leben gerufen. Obwohl die Trägerschaft mittlerweile beim Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein liegt, ist und bleibt es Schröders „Baby“. „Traditionell gibt der Rotary Club seine erfolgreichen Projekte nach einer gewissen Zeit ab“, erläutert Schröder.

Seit seinem Bestehen ist der Andrang auf das Projekt groß: Zwölf Pensionäre kümmern sich derzeit um ihre jeweiligen Schützlinge im Alter von sieben bis 15 Jahren und geben ihre Berufskenntnisse und ihr soziales Engagement an die jungen Menschen in einer „Eins-zu-eins“-Beziehung weiter. „Lebenserfahrungen sollten die Mentoren auf jeden Fall mitbringen. Gut wäre es auch, wenn sie schon ein Kind großgezogen haben“, sagt Schröder. Die Mentoren sollen zuverlässig sein, Grenzen setzen und den Kindern Halt geben“, erläutert sie. Allerdings: Nicht jedes Kind passe auch zu jedem Mentor.

Darauf passt Susanne Golditz auf, die die „Aktion Christophorus“ im Auftrag der Diakonie betreut. „Es ist ein niederschwelliges Projekt. Man kann einfach anrufen. Aber wir sind keine Familienberatung und stellen keinen Psychologen“, sagt Golditz, die allerdings im Falle eines Falles weitervermitteln und auf ein großes Netzwerk zurückgreifen kann, denn sie arbeitet auch für die Stadtjugendpflege.

„Uns war es wichtig, das Projekt nach Quickborn zu holen. Wir sind stolz, es weiterführen zu dürfen“, sagte Christian Rohde, der im Haus Roseneck an der Kieler Straße für die „Aktion Christophorus“ verantwortlich zeichnet.

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