zur Navigation springen

Regenwasserkanal : Anlieger in Hasloh müssen zahlen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Regenwasserkanal im Bereich „Großer Dorn“ wird erneuert. Die Kosten liegen bei etwa 150.000 Euro. Die Umsetzung ist für August geplant.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Hasloh | „Hier ist seit 20 Jahren nichts passiert“, monierte eine ältere Anwohnerin in der Einwohnerfragestunde des jüngsten Sitzung des Hasloher Bau- und Wegeausschusses. Sie meinte damit den Bereich „Großer Dorn“. Dort gibt es seit längerem große Probleme mit der Niederschlagswasserbeseitigung: Insbesondere nach heftigen und ergiebigen Regengüssen gleicht die Straße einer Pfützenlandschaft. Das soll sich jetzt ändern: Das Gremium beschloss im Lauf der Sitzung, das Hasloher Ingenieurbüro Burfeind & Tiensch mit der Bauleitung zu beauftragen und die Bauarbeiten selbst entsprechend auszuschreiben.

Außerdem empfahlen die Politiker dem Finanzausschuss, eine Ausschreibung für die Berechnung der Beiträge der Anwohner auf den Weg zu bringen. Der externe Dienstleister soll nicht nur die Höhe der Kosten für die Anlieger errechnen, sondern diese – und die Öffentlichkeit – auch entsprechend informieren.

„Wir haben das aus finanziellen Gründen seit Jahren verschoben, jetzt ist es akut“, sagte der Vorsitzende Thomas Krohn (CDU). Eine Befahrung mit Kamera-Roboter habe gezeigt, dass der vorhandene Betonkanal, der im Wesentlichen auf Privatgrundstücken liegt, sehr viele Schäden aufweise.

Problematisch sei jedoch, dass es zwar eine Auflistung der Schäden, die durch die Kamerabefahrung sichtbar wurden, gebe, aber keine entsprechende Landkarte, die aufschlüsselte, welcher marode Kanalbereich wo zu finden sei. „Das Amt Pinnau hat keine Kopie, in Quickborn liegt nichts vor und die Firma, die das damals ausgeführt hat, hat auch keine Unterlagen mehr“, berichtete Krohn.

Zudem sei versäumt worden, beim Bau dreier Häuser an der Pinneberger Straße vor etwa 30 Jahren im Grundbuch festzuhalten, wo genau die Leitungen verlaufen. „Diese Häuser wurden damals an die Kanalisastion am ,Großen Dorn‘ angeschlossen. Es gibt keine Pläne zum Verlauf der Leitungen“, erklärte Krohn im Gespräch mit dem Quickborner Tageblatt.

Gemäß der Satzung der Gemeinde Hasloh handelt es sich bei den Kosten der Kanalerneuerung um einen sogenannten beitragsfähigen Aufwand – was bedeutet, dass die Anlieger an den Kosten beteiligt werden müssen. Wie hoch diese sein werden, ist derzeit jedoch noch völlig unklar. Daraufhin die betroffene Anliegerin lakonisch: „Warten Sie doch noch 20 Jahre – dann betrifft es mich nicht mehr.“

Zum Aufwand, der durch Beiträge gedeckt wird, gehören die tatsächlichen Kosten für zahlreiche Maßnahmen, unter anderem für: Fahrbahn, Gehwege, Rinnen- und Randsteine, Park- und Abstellflächen, Radwege, Grünstreifen, Böschungen und Bushaltebuchten – aber auch Beleuchtungs- und Bewässerungseinrichtungen. Für Hasloh ist das in Paragraph 2 der Straßenbaubeitragssatzung vom 30. November 2011 festgelegt.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen