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Quickborner Tageblatt

19. August 2017 | 23:19 Uhr

Tangstedt : Angst vor Verkehrschaos im Dorf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tangstedt und Rellingen planen die Erweiterung von Gewerbegebieten. Ein Gutachten bestätigt die Befürchtungen der Einwohner.

Tangstedt | Eigentlich wollten die Mitglieder des Tangstedter Bau-, Wege- und Umweltausschusses den Tagesordnungspunkt der Erweiterung des Gewerbegebiets schnell abhaken. Doch die Einwohner des Dorfes machen sich Sorgen. „Mehr Fläche bedeutet mehr Personal und das verursacht mehr Verkehr im Dorf und das wollen wir ja eigentlich gar nicht“, betonte ein Tangstedter während der Einwohnerfragestunde.

Auch die Nachbargemeinde Rellingen plant eine Gewerbegebietserweiterung. Die Flächen des Gebiets in der Tangstedter Chaussee liegen im bauplanungsrechtlichen Außenbereich der Gemeinde Rellingen.

Während Tangstedt das bereits vorhandene Gewerbegebiet um 2,5 Hektar erweitern möchte, plant Rellingen ein neues Gebiet über acht Hektar.

Aufgrund der jüngsten Sitzung des Rellinger Ausschusses für Bauwesen und Umwelt sah sich Tangstedts Bürgermeister Detlef Goos (FDP) gezwungen, ohne Absprache mit den Ausschussmitgliedern ein Schreiben an das Amt Pinnau zu schicken. „Ich habe darin auf die Wichtigkeit eines Verkehrsgutachtens hingewiesen“, erklärte Goos. Bisher habe er noch keine Antwort erhalten.

Im Gegensatz zu Goos hatte jedoch ein Anwohner das Verkehrsgutachten von Rellingen bereits dabei und konfrontierte die Ausschussmitglieder damit. „In dem Gutachten steht drin, dass es zu erhöhten Verkehrsströmen kommen wird“, so der Tangstedter. Auch eine weitere Anwohnerin macht sich große Zukunftssorgen: „Das ist für Tangstedt eine aussichtslose Situation. Wir sind alle mitbetroffen, egal, ob wir unser Gewerbegebiet vergrößern oder Rellingen eins bauen will. Wir stecken immer mit drin.“

Auch die Ausschussmitglieder waren über dieses Gutachten nicht informiert. „Wir werden es uns so schnell wie möglich beschaffen“, betonte Ausschussvorsitzender Manfred Majuntke (FDP). Der Bürgermeister versuchte die Wogen zu glätten und versicherte, dass er sich der Sache annehmen will und auch den Kontakt zu Rellingen suchen wird. „Außerdem haben wir demnächst eine Sitzung der Stadt-Umland-Kooperation. Da werde ich diese Thematik auf jeden Fall noch einmal ansprechen“, versprach der Bürgermeister.

„Am besten wäre meiner Meinung nach eine gemeinsame Planung und das Problem mit den Verkehrsströmen muss gemeinsam angegangen werden“, sagte der Tangstedter abschließend. Auch die Politiker pflichteten ihm bei.

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erstellt am 08.Sep.2014 | 16:30 Uhr

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