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Quickborn : Angst vor Lärm durch Luftwärmepumpen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Investor im Baugebiet Himmelmoor stellt sein Energie-Konzept um. Die SPD sieht nun ihre Entscheidungsgrundlage entzogen.

Zu Beginn der Quickborner Ratsversammlung am Montag wurde der Opfer des Nazi-Terrors gedacht. Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU) erinnerte daran, dass vor 69 Jahren Ausschwitz befreit wurde. Und Meyn mahnte zu Toleranz und zum respektvollem Umgang miteinander.

Die Tagesordnung war indes kurz. Im Fokus: das Ökobaugebiet an der Hertha-Sponer-Kehre in der Nähe des Himmelmoors. Weil der Investor ein neues Wärmekonzept umsetzen will, musste der sogenannte Durchführungsvertrag geändert werden.

Mit 17 Ja-Stimmen, acht Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen wurde der Beschlussantrag angenommen – aber nicht ohne Debatte. Statt wie ursprünglich geplant auf Solarkollektoren greift die Plus Bau Projektentwicklungs GmbH mit Sitz in Ellerau und Hamburg für die Wärmeversorgung auf eine Luftwärmepumpenlösung zurück.

„Wir haben umgestellt, weil wir energetisch hochwertige Häuser anbieten wollen. Mit dem Gas-Brennwert und einer Solarunterstützung ist das nicht darzustellen“, erläuterte Projektmanager Simon Vodopivec auf Anfrage dieser Zeitung. Mit anderen Worten: Es hätten sehr viele Sonnenkollektoren auf den Dachbereichen aufgestellt werden müssen, um eine gleiche Energieleistung zu erbringen.

Die SPD befürchtet, dass die Pumpen Lärm verursachen könnten. Wolgang Tröger (SPD) erklärte, dass es sich hierbei um ein Gebiet handele, das sich durch die ruhige Lage zur Innenstadt auszeichne. Das damalige Wärmekonzept mit den Kollektoren habe zur Entscheidungsfindung der SPD beigetragen. „Die Luftwärmepumpen sind kein probates Mittel für eine Wärmeversorgung und führen zu einer Lärmverschmutzung dieses Gebiets“, erklärte er.

Jörn Kruse (CDU) wies darauf hin, dass die CDU Vertrauen in die Verwaltung hätte. Diese habe keine Bedenken geäußert. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) ergänzte: „Es ist eine normgerechte Luftanlage. Wir sollten diese alternative Energieform nicht schlechtreden.“ Man werde sie schon in einem Abstand von 20 Metern nicht mehr wahrnehmen.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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