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Quickborner Tageblatt

21. August 2017 | 10:30 Uhr

Tangstedt : Amateurfunker auf freier Wildbahn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Pinneberger DARC-Ortsverband geht beim internationalen „Fieldday“ in Tangstedt auf Sendung. Verbindung von Spanien bis Russland.

Tangstedt | 24 Stunden waren die Funkamateure des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC) in Tangstedt am Funkgerät. Die etwa 15 Mitglieder des Pinneberger Ortsverbandes nahmen am weltweiten Amateurfunkwettbewerb „Fieldday“ teil. „Für uns geht es hier um die Gemeinschaft. Außerdem haben wir an den Tagen ausnahmsweise die Möglichkeit, unsere Geräte auszuprobieren“, sagte Thomas Anthony, Vorsitzender des Ortsverbandes. In Wohnungen sei dies nie möglich. Mehrere Antennen und Masten wurden auf der Wiese am Brummerackerweg aufgebaut. Wie gefunkt wurde, konnte sich jeder Teilnehmer selbst aussuchen. „Jeder hat seine eigene Art und Weise zu funken. Ob Digitalfunk, Morsen oder Sprechfunk“, erklärte Anthony. Der Wettbewerb sei für die Amateurfunker ein Höhepunkt des Jahres.

Ziel des Wettbewerbs ist es, möglichst viele Verbindungen zu anderen Funkern auf der ganzen Welt aufzubauen. „Es hat sich zu einem weltweiten Hobby entwickelt. Kontakte können so geknüpft werden und es gibt keinerlei politische Grenzen“, betonte Anthony. Auch für Menschen mit einer Behinderung sei es eine gute Möglichkeit zur Integration.
Alle teilnehmenden Amateurfunker haben eine Ausbildung bei der Bundesnetzagentur absolviert. „Damals durfte man ausschließlich mit einer bestandenen Prüfung funken. Heutzutage ist das einfacher geworden.

Wer es ausprobieren möchte, kann es zusammen mit einem ausgebildeten Funker mit Ausbildungsprüfzeichen testen“, erklärte Hartmut Oelting, Schriftführer des Ortsverbandes. Besucher aus Elmshorn und sogar Hohenweststedt kamen in Tangstedt vorbei, um den Funkern über die Schulter schauen zu können. Teilweise mussten die Mitglieder des DARC Geduld beweisen. „Wir bekommen nicht immer sofort Signale. Da muss man teilweise schon ziemlich lange warten“, sagte Anthony. Doch die Funker erreichten Stationen in Spanien, Englang, Belgien und auch Russland. „Es ist selbstverständlich nicht so ein Ton wie aus dem Fernseher. Es ist um einiges verzerrter“, erklärte der Vorsitzende. Durchgegeben wird das Rufzeichen sowie Standort und eine kurze Beschreibung des Funkgeräts.

Bereits seit 1993 ist Jan-Henrik Schulz als Funker aktiv. „Mein Vater hat damals ein Autotelefon geschenkt bekommen. Da hat meine Begeisterung für das Basteln begonnen“, erinnert sich der Ingenieur für Elektrotechnik. Er funkte mit einem Kurzwellengerät und konnte bereits nach nur kurzer Zeit erste Stationen aufbauen.

Einige übernachteten sogar auf der Wiese in Tangstedt. „Manche gehen auch nach Hause aber morgens geht es dann direkt wieder weiter“, sagte Oelting.

Der Deutsche Amateur Radio Club (DARC) ist der größte Zusammenschluss deutscher Funkamateure. Mehr als  36.800 Technikbegeisterte haben sich in dem Verband zusammengefunden und werden durch zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder bei der Ausübung ihres Hobbys unterstützt. Der DARC vertritt die Interessen der deutschen Funkamateure auf nationaler und internationaler Ebene. Die Grundlage für das Hobby ist der Schutz der Frequenzen. www.darc.de
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erstellt am 17.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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