Alter Clubchef ist auch der neue

Neuer Vorstand mit leicht veränderter Besetzung: Sportwart Felix Simon (hinten, links), Vorsitzender Thorsten Brack, Schriftführerin Elke Richter (vorne, von links) Kassenwartin Ulla Becker und Jugendwartin Renate Löpprich. Auf dem Foto fehlt Hans-Peter Bruns
Neuer Vorstand mit leicht veränderter Besetzung: Sportwart Felix Simon (hinten, links), Vorsitzender Thorsten Brack, Schriftführerin Elke Richter (vorne, von links) Kassenwartin Ulla Becker und Jugendwartin Renate Löpprich. Auf dem Foto fehlt Hans-Peter Bruns

Verein TuS Holstein Quickborn Tennis hat durch Hallenneubau schwere Zeit hinter sich / Thorsten Brack warf kurzzeitig das Handtuch

shz.de von
07. Juli 2018, 16:51 Uhr

Ulla Becker ist Gerüchten entgegen getreten, wonach der Verein TuS Holstein Quickborn Tennis durch den Bau der neuen Halle in die finanzielle Schieflage geraten ist. „Der Club steht gut da, die Hallenvermietung läuft gut, und wir müssen nicht über Beitragserhöhungen nachdenken“, sagte die Kassenwartin im Vorstand nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Die war nötig geworden, nachdem Vorsitzender Thorsten Brack überraschend das Handtuch geworfen hatte. Kaum weniger überraschend ist für Außenstehende das Ergebnis der Vorstandswahlen während der Versammlung. Brack kehrte auf den Chefposten zurück, aber sein Vize Stefan Theobald kündigte dafür seinen Rückzug an. Ihm folgt Hans-Peter Bruns nach.

Nach Informationen unserer Zeitung sind die Personalien nicht zuletzt dem Hallenneubau geschuldet. 2,5 Millionen Euro kostete die moderne Dreifeldhalle in Stahlbauweise mit LED-Beleuchtung und Energiespar-Heizung. Weil nach dem Brand in der Nacht zum 4. Oktober 2016 die Neuwertversicherung des Clubs griff, musste er nicht zuzahlen. Der Vorstand allerdings steckte viel Zeit und damit auch Kraft in den Bau, dem Vernehmen nach deutlich mehr als sonst mit einem Ehrenamt verbunden. „Wir haben uns alle daran aufgerieben“, räumte Becker ein. Die Kontrolle der Gewerke, Baubesprechungen, schnelle Entscheidungen bei Problemen – für alles haben die Vorstandsmitglieder hergehalten. Für Brack war es dann wohl irgendwann zu viel, zumal er – wie ein Insider berichtet – von den Clubmitgliedern nicht nur freundliche Kommentare zur neuen Halle hörte. Dass er sich eine Fortsetzung seiner Arbeit dennoch vorstellen könne, hat er offenbar frühzeitig signalisiert, soll aber eine veränderte Zusammensetzung des Vorstands zur Bedingung gemacht haben. Becker dementierte das im Gespräch mit unserer Zeitung nicht, allerdings sei der Verlauf der Mitgliederversammlung ein harmonischer gewesen. „Es gibt auch absolut keinen Grund für Dissonanzen. Wir haben immer darauf geachtet, unsere Budgetgrenze nicht zu überschreiten, und auch die Unterhaltung der Halle durch den Verein ist gesichert“, sagte sie. Möglich werde das nicht zuletzt durch die Tatsache, dass der Verein den Mitgliederschwund nach dem Brand inzwischen wieder kompensiert habe. „Wir haben in nur sechs Monaten in gleicher Anzahl Mitglieder hinzugewonnen“, sagte sie. Neu im Vorstand sind außerdem Elke Richter, die die Schriftführung von Sabine Dahlem übernahm, sowie Felix Simon als Sportwart, der Behrend Körner nachfolgt.

Erleichterung auch beim Vorsitzenden. „Wir haben mit der neuen Halle tolle Voraussetzungen für die Zukunft und nun auch noch ein neues Vorstandsteam aufgestellt“, sagte er. Während der Mitgliederversammlung hätten alle Unstimmigkeiten ausgeräumt werden können.

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