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RTL II-Serie "Die Bauretter" in Quickborn : Albtraum statt Traumhaus

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nachdem sich die Handwerker aus dem Staub gemacht hatten, suchte eine Neu-Quickbornerin Hilfe beim Fernsehen.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Wer träumt nicht davon, seiner Mietwohnung endlich den Rücken zu kehren und den Rest des Lebens in einem schönen Eigenheim zu verbringen? Auch Petra Himmelein aus Hamburg sparte jeden Cent, um ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Doch er wurde zum Albtraum: Die Erzieherin konnte nicht in ihr frisch gekauftes Haus in Quickborn einziehen, weil die nötigen Renovierungsarbeiten ins Stocken geraten waren – der Bauunternehmer hatte sich aus dem Staub gemacht. Der Verkauf der Immobilie drohte.

„Ich wusste mir nicht mehr zu helfen und habe mich an ‚Die Bauretter‘ von RTL 2 gewandt“, sagt die alleinerziehende Mutter eines Sohnes. In dieser Doku-Soap sorgen Rechtsanwältin Manuela Reibold-Rolinger und Architekt John Kosmalla wieder für Recht und Ordnung auf der Baustelle. Heute Abend steht Himmeleins Fall im Mittelpunkt der neuen Folge, die auf RTL II ab 20.15 Uhr gezeigt wird.

Zunächst lief alles wie geplant: Die Kindergärtnerin, ihr Sohn Luca und ihr Lebenspartner Stefan hatten in Quickborn eine gemeinsame Bleibe gefunden. „Im Internet gab es ein passendes Angebot. Zwei Schwestern boten die Immobilie an. Es ist ein Haus aus den 70er Jahren, sehr gut erhalten, wenn auch nicht modern. Dafür aber mit einem kleinen Garten, einem Partykeller und genügend Platz für alle. Davon habe ich schon immer geträumt“, berichtet Himmelein.

Ein Bauunternehmer sollte die nötigen Renovierungsarbeiten durchführen: „ Es handelte sich dabei um die Überarbeitung der Fußböden, Decken und Wände sowie kleinere Arbeiten im Bereich Elektrik. Auch Bad und Gäste-WC sollten erneuert werden – aber nur, wenn es mit dem vorhandenen Budget von 25 000 Euro möglich sei“, berichtet die Erzieherin.

Zwei Wochen später fährt Himmelein mit großen Erwartungen zu ihrem neuen Haus und traut ihren Augen nicht: Zwei Handwerker des Baunternehmers sind bereits dabei, die Bäder zu entkernen – ohne Auftrag, ohne Absprache. „Da sie bereits mit den Arbeiten begonnen hatten, haben wir uns überzeugen lassen, die Modernisierung von den Handwerkern weiter ausführen zu lassen“, erzählt Himmelein. Als die Erzieherin wenig später keine Barzahlungen mehr leisten will, sondern Rechnung und Quittung verlangt, verlassen der Unternehmer und die Handwerker die Baustelle. „In einer Nacht- und Nebelaktion haben sie sogar die bereits bezahlten Materialien mitgenommen“, sagt sie.

Jetzt kommt es knüppeldick: Die Beziehung zwischen Petra und ihrem Verlobten geht in die Brüche. „Der ständige Ärger auf dem Bau und die Ängste vor der privaten Zahlungsunfähigkeit haben uns beide sehr mitgenommen“, berichtet sie. Himmelein ist völlig verzweifelt: „Mein Geld war weg und ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte.“ Da auch ihr Mietvertrag ausgelaufen war, wohnte sie mit ihrem Sohn in einer Übergangswohnung in Hamburg. „Eine Kollegin hatte sie mir vermittelt“, sagte sie. In das neue Haus konnte sie nicht einziehen, weil es innen eine einzige Baustelle war.

Dann rückten „Die Bauretter“ mit ihrem Team in Quickborn an: „In nur vier Tagen wurde alles zu Ende gebaut“, sagte sie. Zu einem Schlichtungstermin mit dem Bauunternehmer sei es nicht mehr gekommen. Den Tag ihres Einzugs wird sie nie mehr vergessen: „Das war am 30. August. Wir haben uns in Quickborn gut eingelebt.“

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